UWP XAML Islands. Alter Wein in neuen Schläuchen?

Kevin Gallo hat auf der diesjährigen Microsoft Build Konferenz jüngst mit Begeisterung die UWP XAML Islands angekündigt. Im Grunde genommen geht es bei diesem Thema lediglich darum, all die schönen UI Features aus dem modernen UWP Universum in praktisch allen Windows Applikationstypen verfügbar zu machen. Also neben UWP auch WPF, Windows Forms oder Native Desktop Applikationen. Was das bedeutet? Im Prinzip nichts weiter, als dass ein entsprechender Container als Wrapper UWP Controls in den jeweiligen Applikationstypen bereitstellt und sich um Dinge wie Databinding und Threadmanagement kümmert. Und zwar so transparent für den Entwickler, dass ihn diese Themen dabei kaum interessieren müssen. Wie Kevin dazu sagt: "It just works". Mehr dazu in Kevins Fluent Design System Demo.

Mich erinnert das an einen Artikel, den ich auf diesem Blog vor beinahe acht Jahren geschrieben habe. Damals ging es darum, WPF Container in Windows Forms Applikationen zu nutzen, um z.B. TextBoxen mit Rechtschreibkorrektur zu nutzen. Das war damals schon ziemlich cool. Die UWP XAML Islands tun praktisch genau das gleiche... nur universeller. Von daher ein logischer Schritt, auch wenn er ziemlich lange gedauert hat.

Schmunzeln musste ich lediglich, als Kevin erklärte, dass es damit bspw. möglich sei, moderne UI Features wie z.B. Spellchecking in TextBoxen nun auch in Windows Forms zu nutzen...

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Über die Autoren

Christian Jacob ist Leiter des Geschäftsbereiches Softwarearchitektur und -entwicklung und zieht als Trainer im Kontext der .NET Entwicklung sowie ALM-Themen Projekte auf links.

Marcus Jacob fokussiert sich auf die Entwicklung von Office-Addins sowie Windows Phone Apps und gilt bei uns als der Bezwinger von Windows Installer Xml.

Martin Kratsch engagiert sich für das Thema Projektmanagement mit dem Team Foundation Server und bringt mit seinen Java- und iOS-Kenntnissen Farbe in unser ansonsten von .NET geprägtes Team.

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