Komplette VSTS 2008 Suite inkl. Team Foundation Server 2008

Wer neu ist im Umgang mit dem Team Foundation Server, sieht sich häufig mit Fragen konfrontiert wie "Wie funktioniert Branching?", "Warum muss ich regelmäßig mergen?", "Wie baue ich meine Software automatisiert mit Team Build?", "Wie kann ich dafür sorgen, dass die Versionsnummern der Assemblies automatisch inkrementiert werden beim TeamBuild?". Bei der letzten Frage spätestens sollte jedem klar sein: Das bedarf einiges an Experimenten... und das will nicht so recht zu einer produktiven Umgebung passen.

Seit Weihnachten 2008 gibt es dafür eine Lösung. Brian A. Randell hat Ende letzten Jahres einige VPC-Images für Microsoft entwickelt, die eine komplette Team Suite mit allem beinhalteten, was das Entwicklerherz höher schlagen lässt:

  • Team Foundation Server 2008 SP1
  • Visual Studio 2008 Team Suite SP1
  • Team System Web Access 2008 SP1
  • Team Foundation Power Tools, Oktober 2008 update
  • Den aktuellsten MSSCCI Provider
  • Team Explorer 2005 (notwendig, um TFS Reports anzupassen mit dem Visual Studio 2005)
  • Das Visual Studio 2008 Database Edition GDR
  • Aktueller Process Explorer, Process Monitor und Background Info
  •  

    In seinem Blogeintrag ist mehr darüber zu lesen.

    Wer allerdings derzeit versucht, die Images unter Windows 7 zu nutzen, kann unter Umständen enttäuscht werden. Virtual PC 2007 SP1 wird aus Kompatibilitätsgründen unter Windows 7 nicht unterstützt, und sollte der Prozesser keine Hardware-Virtualisierung unterstützen, wird auch das neue Windows Virtual PC (aktuell Beta) nicht funktionieren. Um herauszufinden, ob der Prozessor VT unterstützt schaut man sich entweder im BIOS um oder man nutzt folgendes Tool von Intel: Intel Processor Identification Utility.

    Falls der Prozessor keine VT unterstützt hier ein kleiner Tipp mit historischem Abriss für die Weiterbildung: Microsoft hat die Virtual PC Technologie im Jahr 2003 von der Firma Connectix gekauft und kündigte noch für Ende des Jahres die Veröffentlichung von Virtual PC 2004 an. Connectix hatte bis dahin mit der Firma innotek die Technologie als Lösung entwickelt, um x86 Anwendungen auf Macintosh Systemen mit PowerPC laufen zu lassen. Während Microsoft das Product als Virtual PC weiterentwickelte, arbeitete innotek parallel ebenfalls weiter und brachte es unter dem Namen VirtualBox im Jahr 2007 auf den Markt. Anfang 2008 wurde innotek von Sun Microsystems übernommen. Seitdem gibt es VirtualBox als Sun Produkt und steht genau wie Microsoft Virtual PC kostenfrei zum Download zur Verfügung. Soviel zur Historie.

    Langer Rede kurzer Sinn: VirtualBox nutzt ebenfalls das VHD Format für virtuelle Festplatten und es funktioniert problemlos unter Windows 7.

    Update: Unter Virtual Box werden u.U. verschiedene neue Geräte erkannt, sobald das Image gestartet wird. Dazu gehört neben dem USB Host auch z.B. der Netzwerkadaper. Um problemlos alle notwendigen Treiber automatisch installieren zu lassen, hilft es, das Windows Server 2003 R2 SP2 Tria-Image von Microsoft herunterzuladen. Die ISO's gibt es hier.

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    Über die Autoren

    Christian Jacob ist Leiter des Geschäftsbereiches Softwarearchitektur und -entwicklung und zieht als Trainer im Kontext der .NET Entwicklung sowie ALM-Themen Projekte auf links.

    Marcus Jacob fokussiert sich auf die Entwicklung von Office-Addins sowie Windows Phone Apps und gilt bei uns als der Bezwinger von Windows Installer Xml.

    Martin Kratsch engagiert sich für das Thema Projektmanagement mit dem Team Foundation Server und bringt mit seinen Java- und iOS-Kenntnissen Farbe in unser ansonsten von .NET geprägtes Team.

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