Frustfreie Web.config auch im Team

Eine sehr nützliche Funktion im Visual Studio und MSBuild ist die Möglichkeit, bei der Veröffentlichung von Webseiten die Web.config entsprechend der gewählten Zielkonfiguration automatisch anpassen zu lassen. Der Vorgang nennt sich Transformation und beschreibt im Prinzip nichts weiter als anhand von Transform-Dateien die Web.config zu verändern. Das Prinzip ist identisch mit der bekannten Xml Transformation mittels XSLT (in Visual Studio heißt nur alles wieder mal anders).

Während das Konzept beim Web-Publishing bereits sinnvoll ist (um z.B. für Debug, Release, Stage, etc. unterschiedliche Konfigurationen parat zu haben), wäre der Einsatz während der Entwicklung selbst allerdings genauso praktisch. Beispielsweise könnten einzelne Teammitglieder unterschiedliche lokale Entwickler-Datenbankinstanzen haben, die sich auf die ConnectionStrings in der Web.config auswirken. Das Problem, das daraus i.d.R. entsteht, ist, dass jeder Entwickler die Web.config bei sich lokal anpasst und dadurch auscheckt. Sollte sie dann “aus Versehen” mal mit eingecheckt werden, klappt bei anderen Entwicklern im Zweifelsfall die Datenbankverbindung nicht mehr, sobald sie ihren Workspace aktualisieren. Im schlimmsten Fall werden dadurch Basisänderungen an der Web.config überschrieben wenn man nicht aufpasst.

Die Lösung für dieses Problem wäre, jedem Entwickler eine eigene Transform-Datei bereitzustellen und dafür zu sorgen, dass personenabhängige Einstellungen ausschließlich darin stattfinden. Dazu muss die Web.config allerdings zur Compilezeit generiert werden und darf zudem nicht mehr Teil der Quellcodeverwaltung sein.

Wie das im Einzelnen funktioniert zeigt folgende Schritt für Schritt Anleitung:

Das Publishing Target und die Config Transformation lokal konfiguriert

Stakeholder an die Macht – Projektbeteiligte erhalten kostenlosen Zugriff auf Visual Studio Online

Brian Harry berichtete nach der Early Adopter Phase Anfang Juli bereits davon, dass viele Projektzuordnungen von Mitarbeitern wieder aufgehoben wurden. Der Zusammenhang mit dem Ende der Einführungszeit war offensichtlich: Zuvor war der Zugriff kostenfrei, nun konnten “nur noch” bis zu fünf Nutzer gratis Visual Studio Online nutzen.

Da Microsoft allerdings erhöhten Reibungsverlusten in den Entwicklungsprojekten zuvorkommen möchte, hat Brian angekündigt, mit der Stakeholder Rolle eine neue Lizenz einzuführen, die es einer praktisch unlimitierten Anzahl Projektbeteiligter ermöglichen soll, weiterhin kostenfrei auf den gehosteten Team Foundation Server zuzugreifen und in allen für ihre Arbeit relevanten Belangen zu nutzen.

Assigning a stakeholder license

 

Als Stakeholder können Nutzer nun gegenüber der früheren Work Item Only View folgendes:

  • Die Projekt Homepage betrachten
  • Auf die meisten arbeitsrelevanten Funktionen zugreifen
  • Das Backlog einsehen
  • Einträge hinzufügen und bearbeiten
  • WorkItem-Abfragen erstellen und ausführen
  • Benachrichtigungen abonnieren

Aus unserer Sicht ist Microsoft mit der Einführung der Stakeholder Lizenz in VSO ein ganz großer Wurf gelungen, deren Umsetzung extrem schnell nach der initialen Ankündigung realisiert werden konnte. Dass diese Funktion mit dem kommenden Update sogar in weniger als einem halben Jahr danach On Premise verfügbar sein wird zeigt die enormen Vorteile der neuen Rapid Release Strategie von Microsoft.

Mehr Informationen darüber, welche Funktionen und Möglichkeiten den Projektbeteiligten nun offen stehen, finden sich auf der eigens dazu eingerichteten Landing Page.

Phänomenal! Visual Studio 2013 ALM Virtual Machine und die ersten Hands On Labs!

Brian Keller, Principal Technical Evangelist bei Microsoft, hat vor wenigen Tagen die Verfügbarkeit der neuen virtuellen Maschine bekanntgegeben, die mit einem vorinstallierten Visual Studio 2013 daherkommt. Das Image enthält eine vollständige ALM (Application LifeCycle Management) Infrastruktur und setzt sich zusammen aus

  • Windows Server 2012 Standard (Eval)
  • Visual Studio 2013 Ultimate (Preview)
  • Team Foundation Server 2013 (Preview)
  • Office Professional Plus 2013 (Word, PowerPoint, Excel, Outlook)
  • Visio Professional 2013
  • InRelease Server und Deployers!

Darüber hinaus wurden Beispielnutzer eingerichtet, mit denen die Hands On Labs durchgegangen werden können. Die Links zu den entsprechenden Downloads finden sich im Blogartikel von Brian.

Bereits jetzt gibt es drei Labs, die einem neue ALM Szenarien näher bringen sollen:

  1. Getting started with Git using Team Foundation Server 2013
  2. Getting started with InRelease for Visual Studio 2013
  3. New Collaboration Experience for Development Teams using Team Foundation Server 2013

Während in den letzten Monaten besonders die Git Unterstützung durch Visual Studio hervorgehoben wurde, ist mit Sicherheit besonders das Lab run um InRelease als außergewöhnlich zu bezeichnen. Microsoft hatte kürzlich erst (zur TechEd) die Übernahme der Software aus dem Hause InCycle angekündigt und wird das Release Management Werkzeug nun in die Palette der eigenen ALM Werkzeuge aufnehmen.

Übrigens:

Als Microsoft ALM Partner stehen wir natürlich zur Verfügung, wenn Interessierte Unterstützung bei der Evaluation vom Team Foundation Server benötigen oder ein Migrationsprojekt auf die aktuellste Version planen. Sprechen Sie uns an!

Nachlese zur Visual Studio 2012 Evolution

Nachdem die Veranstaltung am 1.10.2012 in Düsseldorf ein voller Erfolg war, stehen nun auch die Videos aller Sessions zur Verfügung. Wer leider nicht die Gelegenheit hatte, an dem Event teilzunehmen hat nun die Möglichkeit, sich im Detail über die neuen Funktionen und Features zu informieren.

Die drei Tracks rund um Visual Studio 2012, .NET 4.5 und Services wie Azure, Windows Phone und TFS as a Service wurden dabei von 14 bekannten Speakern unterhaltsam und informativ vorgestellt. Auf folgender Website können interessierte Entwickler ihr Wissen wieder auffrischen oder sich Sessions anschauen, die sie verpasst haben.

http://www.microsoft.com/germany/msdn/events/vs-evolution-2012/default.aspx

Gratis E-Book

Wer sich darüber hinaus passend zur Evolution Session Unit Testing & Fakes noch intensiver mit dem Thema Testing mit dem Visual Studio 2012 auseinandersetzen möchte, dem sei ein kostenloses E-Book des Pattern & Practices Team von Microsoft empfohlen, das hier heruntergeladen werden kann.

Das war die Visual Studio 2012 Evolution

... oder hat sie gerade erst begonnen?

Am 1.10.2012 fand in Düsseldorf der Visual Studio 2012 und .NET 4.5 Launch-Day statt. Dabei habe ich mich sehr darüber gefreut, dass die Entscheidung über die Art der Veranstaltung gegen einen virtuellen Launch und zugunsten einer Präsenzveranstaltung fiel.

Die Zahl der Teilnehmer, die es am Montag nach Düsseldorf geschafft haben, floatet - je nachdem, wen man fragt - zwischen 550 und 700 Personen. Aber auch ohne sich an der genauen Teilnehmerzahl aufzuhalten: Die kostenlose Veranstaltung war "ausverkauft", die Konferenzräume waren voll und das Interesse des Publikums an den Themen hoch.

Alles Neue...

Neuerungen im Visual Studio 2012 und auch .NET Framework 4.5 standen naturgemäß im Vordergrund und wer im Sommer die eine oder andere Roadshow zu den Themen besucht hat (damals hieß es noch "Visual Studio goes to 11"), der wird auch viel Bekanntes vorgefunden haben. Grandios waren dabei aber auch Sessions zu beispielsweise Azure, bei der Dariusz Parys u.a. ein End-To-End Szenario von der Implementierung einer ASP.NET MVC Applikation, über die Quellcodeverwaltung im TF Service auf tfspreview.com bis hin zur Build Automation in der Cloud und dem Continuous Deployment nach Azure präsentiert hat. Azure for Website ist übrigens kostenfrei.

Frank Prengel hat wie erwartet die Fahne für Windows Phone 8 hochgehalten während Chris Binder und Neno Loje  fast schon mit Show-Charakter sehr unterhaltsam demonstriert haben, was passiert, wenn Microsoft nicht nur Drag & Drop im Web für sich entdeckt, sondern der "Kunde" auch noch den Weg auf die entsprechenden Slides von Microsoft findet: PowerPoint Storyboarding, TFS Dashboard, Exploratives Testen und der neue Feedback Client führen zur effizient arbeitenden Teams und resultieren damit in (hoffentlich) noch coolerer Software (und wenn schon nicht sexy, dann doch wenigstens qualitativ hochwertiger; die Erkenntnis, dass Softwareentwickler keine Designer sind, läßt sich spätestens seit der Einführung von WPF kaum mehr ignorieren). Und wer sich gewundert haben sollte: Natürlich sprechen Scrum-Entwickler nicht von Burnout Charts sondern von Burndown Charts. Sollte dieser freudsche Versprecher in den Webcasts herausgeschnitten werden, freue ich mich schon jetzt auf die Outtakes.

Die TOP TECHNOLOGIES hatte zudem das große Vergnügen, dem interessierten (und zahlreich erschienenen) Publikum Neues zum Thema Unit-Testing und dem Microsoft Fakes Isolation Framework näher zu bringen. Auf diesem Blog gab es schon den einen oder anderen Artikel dazu und in einer der kommenden Ausgaben der dotnetpro wird dazu noch ergänzendes Material veröffentlicht. Spannend ist neben der Unterstützung von Async & Await in Unit-Tests beispielsweise die Integration von 3rd Party Frameworks (und das bezieht sich zumindest theoretisch auf alle Frameworks), und die direkte Integration von Fakes in das Visual Studio. Somit steht dem Entwickler erstmals ein leistungsfähiges Mocking Framework ab Werk zur Verfügung. Einziger Wehrmutstropfen ist die Beschränkung auf die Ultimate Edition. Aber es hat ja auch ein paar Versionen gebraucht, bis das Unit Testing auch in die Express Versionen Einzug gefunden hat.

Quaterly Updates

Eine Änderung in dem Entwicklungsmodus der Microsoft läßt daher Hoffnung zu. Da das Developer Team intern ebenfalls nach Scrum arbeitet und in kurzweiligen Zyklen Features fertigstellt und Bugs behebt, werden Entwickler nun nicht mehr auf Major Releases alle paar Jahre angewiesen sein (oder sich auf unregelmäßige Powertools freuen), sondern von vierteljährlich erscheinenden Updates profitieren können. Dabei plant Microsoft diese bereits vor dem Release als CTP der interessierten Community zur Verfügung zu stellen. Während diese zwar nicht für den produktiven Einsatz empfohlen werden, nutzt Microsoft sie intern sehr wohl produktiv. "Eat your own dogfood" lautet da das Credo.

Das erste CTP für das geplante November Update ist bereits verfügbar, bereitet bei der Installation allerdings noch die eine oder andere Schwierigkeit. Lohnen tut sich der Blick darauf dennoch, wie ein Blogeintrag von Brian Harry zeigt.

Wer sich das Visual Studio 2012 und den dazugehörigen Team Foundation Server (oder auch gefahrlos das aktuelle CTP) genauer anschauen möchte, dem sei der kostenfreie ALM Hyper-V Server empfohlen, den man bei Microsoft hier herunterladen kann. Optimal ist der Einsatz in einem Hyper-V Server unter Windows 8, der sich als Feature problemlos nachinstallieren läßt; die Einbindung der virtuellen Maschine gestaltet sich zum einen problemlos und ist zum anderen optimal dokumentiert. Ergänzend findet sich in dem Archiv eine große Anzahl detaillierter Hands-On Labs, die einladen, alle Features einfach mal auszuprobieren. 

Alle, die leider nicht an dem Event teilnehmen konnten, werden sich übrigens darüber freuen, dass alle Sessions aufgezeichnet wurden und in ca. zwei Wochen als Webcasts zum Download angeboten werden.

In diesem Sinne: Viel Spaß und Erfolg mit Visual Studio 2012!

Die Evolution hat begonnen!

 

Projektmanagement: Team Foundation Server mit Project und Excel – Teil 1

„Projektmanagement ist für Projektmanager. Quellcodeverwaltung ist für Entwickler.“ Diese Doktrin bestimmt den allgemeinen Tenor in der Softwareentwicklung. Doch wer übernimmt das Projektmanagement während der Arbeit mit einem Team Foundation Server? Oftmals der Entwickler, da Projektmanager sich hier einfach nicht „zuhause“ fühlen.

Viele Projektmanager können sehr gut mit Werkzeugen wie PowerPoint, Excel und Project umgehen, sind jedoch nicht in der Bedienung des TFS geschult. Somit bleibt die Pflege und das Management der Entwicklungsprojekte innerhalb vom TFS dem Entwickler überlassen, obwohl dies eigentlich die Aufgabe des Projektmanagers wäre. image

Neben der Zuständigkeitsfrage ist das doppelte Erledigen von Aufgaben zeitraubend. Der Projektmanager beobachtet den Fortschritt der Projekte auf Basis manuell gepflegter
Diagramme. Deren Pflegeaufwand könnte eingespart werden,  da alle notwendigen Daten sowie fertige Reports und auch Trendaussagen vom TFS bereits frei Haus geliefert werden.

Damit jeder mit dem Werkzeug arbeiten kann, welches er beherrscht und darüber hinaus am besten für seine Arbeit geeignet ist, bietet sich die Nutzung der Integrationsfeatures an, welche die Zusammenarbeit zwischen dem TFS und Microsoft Project mühelos gelingen lässt. Der zentrale Dreh- und Angelpunkt ist dabei das Work Item-Tracking.

Eins der zentralen Probleme ist die fehlende Übersicht über den Verlauf einzelner Work Items Arbeitsaufgliederungszeitplan in Team Explorerinnerhalb des TFS. Microsoft Project hingegen bietet diese Möglichkeit und durch die Nutzung der Integrationsfeatures kann Microsoft Project nicht nur zum Betrachten der Work Items, sondern auch zum Anlegen dieser verwendet werden.

Im Rahmen dieser Artikelserie werde ich diverse Aspekte der Zusammenarbeit zwischen dem TFS, Microsoft Project und Microsoft Excel erläutern und Wege aufzeigen wie Probleme, die in der Kommunikation zwischen Projektmanager und Entwickler bestehen, gelöst werden können.

Die Serie gliedert sich inhaltlich in folgende Abschnitte:

  • Projektmanagement mit dem TFS – Ein Anfang mittels Work Item-Tracking
  • Alles in einer Hand. Entwicklungsprojekte planen mit Microsoft Project
  • Jetzt wird’s ernst: Zeit- und Ressourcenverwaltung
  • Planung ersetzt das Chaos durch den Irrtum: Agil bleiben mit Microsoft Project
  • Von Experten für Experten: Anpassung von Microsoft Project Feldzuordnungen

Projektmanagement mit dem TFS: Ein Anfang mittels Work Item-Tracking

Im Rahmen dieses Artikels werde ich mich vorzugsweise auf den Top-down Modellierungs-Prozess beziehen.

Im Zentrum des Projektes steht das Ziel des Projekts, das durch das Abarbeiten der Work Items umgesetzt werden soll. Das Work Item stellt somit den Schnittpunkt der zu erledigenden Aufgaben und dem Code dar. Mit Work Items kann der Projektleiter das Erreichen des Projektzieles besser planen und die Teammitglieder haben eine Übersicht der zu erledigenden Aufgaben. Je nachdem welche Art von Softwareentwicklungsmodell man verfolgt (MSF for Agile Software Development, MSF for CMMI Process Improvement, Scrum) unterscheidet sich die Art der Work Items sowie die Arbeitsweise der Teammitglieder.

Bevor mit dem Schreiben des Quellcodes begonnen werden kann, muss ein Teamprojekt im TFS existent sein. Davon ausgehend, dass der Projektleiter auch als Projektadministrator innerhalb des TFS fungiert, legt dieser das Teamprojekt an. Dabei selektiert der Projektadministrator die im Team verwendete Prozessvorlage für das Softwareentwicklungsmodell und bestimmt welche Teamprojektsammlung für das neue Projekt verwendet werden soll.

Wenn das Projekt angelegt ist, können die Teammitglieder dem Projekt zugeordnet werden. Sollte der TFS in einer Umgebung mit einem Active Directory betrieben werden, empfiehlt es sich, die Benutzerberechtigungen über AD-Gruppen zu steuern. Einige Gruppen werden vom TFS automatisch für ein neues Teamprojekt definiert: Lesezugriff (Readers), Schreibzugriff (Contributors), Administratoren (Project Administrators) und eine interne Gruppe zum Buildmanagement (Build Services).

Steht der imageGrundaufbau des Projektes, muss dieses nun nur noch mit den zu erledigenden Aufgaben gefüllt werden: den Work Items. Im Visual Studio wird dies über den Team Explorer realisiert. Sobald eine Verbindung zu der entsprechenden Teamprojektsammlung besteht, können für das ausgewählte Projekt Work Items angelegt werden.

Soll Quellcode an den TFS übergeben werden sollen, kann man diese Änderung mit einem Work Item verbinden. Zudem kann eine solche Zuordnung durch den Projektadministrator als verpflichtend gesetzt werden. In dem Work Item müssen dann die Zeiten erfasst werden (noch verbleibende Zeit und benötigte Zeit), damit im späteren Verlauf eine Auswertung über die effektive Zeit des Projektes gemacht werden kann.

Die Möglichkeiten in der Softwareentwicklung mit TFS, Excel und Project

Bei sehr umfangreichen Projekten wird man schnell feststellen, dass die Übersicht der Work Items im Visual Studio nicht mehr ausreicht.Arbeitsaufgliederung von Aufgaben in Excel Für die Erfassung oder um die Aufgabenplanung bei kleineren Projekten (~200 Work Items) tabellarisch darzustellen kann Excel eine große Hilfe sein. Mit Hilfe des Work Item Addins können die Work Items aus dem TFS nach Excel importiert und dort offline bearbeitet werden. Das hat mehrere positive Effekte: Zum einen können Änderungen an den Arbeitsaufgaben gemacht werden, ohne dass eine aktive Verbindung zum TFS bestehen muss und zum anderen, dass die Übersicht wesentlich besser ist, als im Visual Studio. Natürlich kann man auch Auswertungen über Excel machen. Die Änderungen können jederzeit an den TFS übertragen werden. Hierbei werden nur geänderte oder neue Arbeitsaufgaben an den TFS übertragen. Für den Projektmanager bietet Microsoft Project eine ähnliche Funktionalität: Man kann aus den vorhandenen Work Items einen Projektplan erzeugen lassen und erhält schnell und einfach einen Überblick über das gesamte Projekt. Da der Projektmanager oftmals mit Microsoft Project besser umgehen kann, als mit dem Visual Studio, kann er die Work Items auch einen Projektplan ausarbeiten und diesen dann an den TFS weitergeben. Auch in Project muss für die Synchronisation eine Verbindung zum TFS vorhanden sein. Die Offline-Funktionalität stellt somit sowohl bei Excel, als auch bei Project eine gute Möglichkeit für Präsentationen wie z. B. einen Kundenworkshop für Fehlerdiagnosen dar.

Somit ergeben sich die folgenden Punkte:

Mit Excel

  • können zeitsparend Massenoperationen vorgenommen werden
  • können die Work Items in einer tabellarischen Hierarchie Betrachtet und Bearbeitet werden

Mit Project

  • existiert ein vertrautes Tool zum Betrachten und Bearbeiten von Projektplänen
  • können Gant-Charts erstellt und Kollisionen der Work Items überwacht werden

Zusammen stellen der TFS, Excel und Project ein sehr mächtiges Werkzeug zum Verwalten von Projekten dar.

Die Projektplanung mit Project und Excel werde ich im nächsten Blogartikel dieser Serie demonstrieren.

Preview: Team Foundation as a Service

Dass Microsoft vorhat, den Team Foundation Server auch als Cloudservice anzubieten, ist erst einmal nichts Neues. Dass vor kurzem eine erste Preview veröffentlicht wurde, haben viele aber noch nicht bemerkt.

Unter http://www.tfspreview.com ist es nun möglich, sich für die Preview zu registrieren. Falls man einer der Glücklichen ist, der bereits über einen Invitation-Code verfügt, präsentiert sich nach Anlegen eines Team Projektes die Website wie folgt:image

Die Authentifikation führt gegenwärtig über eine Windows Live ID.

TIPP: Wer über mehrere Live IDs verfügt und Probleme damit hat, sich anzumelden, da die Website sich nicht davon überzeugen lässt, die ID zu wechseln, probiere einfach mal den InPrivate-Modus des Internet Explorers.

Von hier aus kann die URL zur TFS Instanz eingesehen, so wie neue Team Projekte angelegt werden. Der Rest dient eher dem Erlernen des Umgangs mit dem TFS, bietet eine Feedback-Möglichkeit und – ganz typisch einer Preview – einen Bereich zum Erstellen eines Invitation Codes, der sich fünf Mal verwenden lässt.

Drei Invitations stünden noch zur Verfügung. Wer also daran interessiert ist, schreibe einfach einen Kommentar. Ansonsten der Wink mit dem Zaunpfahl: In Kürze startet in Darmstadt die diesjährige BASTA! Spring. Christian Binder wird dort durch die ALM Days führen und sicherlich auch weitere Invitation Codes verteilen.

TFS 2010. Schädling oder Pfau?

200px-DoNotFeedTroll_svgVor kurzem wurde von einigen renommierten Softwareentwicklern und –architekten ein Blogpost von Derek Hammer via Twitter verbreitet, in dem Derek feststellt, dass sich der Team Foundation Server zerstörerisch auf unsere Entwicklungskapazitäten auswirkt.

Neben der generalisierten Aussage “TFS Sucks” geht Derek allerdings auch im Einzelnen auf die Standbeine des Microsoft ALM Werkzeuges ein: Version Control, Bug Tracking, Project Management, Build System und Integration.

Während ich einige seiner Kritikpunkt nachvollziehen kann, sehe ich andere wiederum eher kritisch. Mein Feedback auf Twitter, es handele sich hier um gefährliches Halbwissen zog entsprechend die Nachfrage von Ralf Westphal nach sich, ob ich argumentativ den TFS “gebührend zu einem Pfau der technischen Führerschaft und Offenheit” machen könne. Obwohl es nicht meine Absicht war, den Eindruck zu erwecken, es handele sich beim Team Foundation Server um einen Pfau (ganz gleich ob führend oder offen), habe ich natürlich nichts dagegen, dennoch einige Halbwahrheiten näher zu beleuchten.

More...

Von einer Konferenz zur nächsten...

...kann man ja eigentlich nicht sagen, denn mit der BASTA! Spring 2011 ist die letzte Konferenz schon eine Weile her. Interessant ist nun aber die Teilnahme an der dotnetpro DevCon in Nürnberg dieses Jahr, da TOP TECHNOLOGIES die Gelegenheit hat, das Thema VM Factory dem breiten Publikum dort persönlich vorzustellen.

Bereits in den Ausgaben 4 und 5 der dotnetpro wurden von uns dazu zwei Artikel veröffentlicht, die aufzeigen, wie ein Entwickler mit einfachen Mitteln die Installation eines Team Foundation Server 2010 voll durchautomatisieren kann. Basierend auf Trial Versionen der Produkte, die Microsoft kostenlos anbietet, und in Kombination mit Infrastrukturtools, die Microsoft ebenfalls kostenlos anbietet sogar sehr günstig.

Sobald man einmalig die Arbeit in den Aufbau eines solchen Systems gesteckt hat, geht das Produzieren eines virtualisierten TFS 2010 inkl. aller notwendigen Prerequisites auf Knopfdruck und setzt die eigene Anwesenheit nicht voraus. Kurzum: Man kommt schneller zum Ziel und hat mehr Zeit für das Wesentliche: Denn unter uns gesagt... die IT Infrastruktur ist i.d.R. nicht DAS Know-How Gebiet eines Softwareentwicklers.

Ich hoffe, das Publikum auf der DevCon wird seinen Spaß an dem Vortrag haben und neue Ideen mitnehmen können. In den nächsten Tagen werden wir hier auch die Präsentation selbst veröffentlichen.

Outlook als Verbindung zwischen dem Kunden und der Entwicklung

Viele von uns kennen das: Ein Kunde schickt uns eine Email mit Informationen zu einem Fehler, den er in unserer Software gefunden hat. Oder eine Anforderung für eine Software, die es zu entwickeln gilt. Worum auch immer es sich handelt, die Frage, die wir uns jetzt stellen lautet: Wohin mit dieser Email? Während sich aus der Email i.d.R. direkt eine Aufgabe ableitet, betrifft diese allerdings meist die Softwareentwicklung. Die Rückmeldung zum Status der Aufgabe oder das Ergebnis selbst regelt aber wiederum der Kundenkontakt. Wir sprechen also von zwei verschiedenen Welten, die es miteinander zu vereinen gilt: Nach draußen der Kunde, nach drinnen die Softwareentwicklung.

Genau diesen Spagat weiß das Outlook Addin eXtremeEmails der australischen Firma SSW zu meistern. Es setzt auf Outlook auf und nutzt es, um Entwicklungsaufgaben aus einer gewohnten Oberfläche heraus zu verwalten und darüber hinaus - wenn gewünscht - auch mit einem vorhandenen Microsoft Team Foundation Server zu verbinden. Das Addin ist kostenlos und wird begleitet von Einführungsvideos, Assistenten und ausführlicher Dokumentation. Wer sich schon immer gefragt hat, wozu man aus einem Program heraus, in dem sowieso die ganzen Aufgaben eintreffen, immer in andere Programme zur Verwaltung wechseln sollte, der wird hier u.U. eine Lösung finden.

Über die Autoren

Christian Jacob ist Leiter des Geschäftsbereiches Softwarearchitektur und -entwicklung und zieht als Trainer im Kontext der .NET Entwicklung sowie ALM-Themen Projekte auf links.

Marcus Jacob fokussiert sich auf die Entwicklung von Office-Addins sowie Windows Phone Apps und gilt bei uns als der Bezwinger von Windows Installer Xml.

Martin Kratsch engagiert sich für das Thema Projektmanagement mit dem Team Foundation Server und bringt mit seinen Java- und iOS-Kenntnissen Farbe in unser ansonsten von .NET geprägtes Team.

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