Einfaches Buildmanagement gibt es nicht! Oder doch?

Man kennt es ja: Nach langer schwerer Arbeit ist das Design endlich abgenommen, die Architektur fest geklopft, der Code (fast) vollkommen fehlerfrei und der Kunde ist vorerst zufrieden. Nur noch “schnell” den Build konfigurieren und endlich ist man für die nächsten Jahre des Lebenszyklus der Anwendung gerüstet.

Doch leider ist es in der Praxis nicht ganz so einfach. Skripte müssen erstellt und gepflegt werden, verschiedene Konfigurationen gilt es zu berücksichtigen und wenn alles funktioniert hat und man zum nächsten Projekt übergegangen ist, fragt man sich nach fünf Monaten, wer die Änderungen am Buildprozess gemacht hat, die dafür sorgen, dass der Output für Windows 95 kompiliert und in den Papierkorb geschrieben wird und vor allem: Warum?

Mit dem TFS 2015 und in Zukunft auch Visual Studio Online (VSO) wird es auf diese und weitere Fragen eine Antwort geben. Microsoft baut das Buildmanagement so um, dass nicht mehr nur die Windows Workflow Engine (XAML) verwendet werden kann, sondern, gerade im Bezug auf die Cross-Plattform-Fähigkeit von .NET Core, auch Builds für andere Platformen, wie zum Beispiel Android, Mac OSX oder Linux gebaut werden können.

Einige der Highlights sind:

  • Einfache Anpassbarkeit durch Erstellung eigener Build-Tasks oder dem Import von Community-Tasks
  • Eine Liveansicht des Buildlogs im Browser
  • Builds für verschiedene Plattformen
  • Historie und Changelog für Builddefinitionen

Die bisher genutzte Workflow-Engine wird auch in Zukunft unterstützt und die bereits existierenden Builddefinitionen funktionieren 1:1 weiterhin. Hinzu kommen allerdings noch eine ganze Reihe neuer Möglichkeiten, Buildsysteme anzusprechen:

TFS2015 Build Tasks

 

Für die glücklichen unter uns, die bereits Zugriff auf das neue Build-System in VSO haben, findet man hier den Build-Agent und hier die bereits existierenden Tasks.

Der Team Foundation Server wird also auch in diesem Bereich offener und damit noch attraktiver für alle Entwickler.

Für 2015 schon Zertifizierungen geplant?

Training and Certification Guide screen shot 0Wer sich wie wir u.a. im Fahrwasser von Microsoft bewegt, kennt natürlich die Zertifizierungen, die sich hier erwerben lassen. Besonders spannend sind dabei für uns die Titel, die mittels unterschiedlicher Zertifizierungen zu erreichen sind. Beispielsweise der MCSD Application LifeCycle Management, bestehend aus Prüfungen zu Themen wie der Konfiguration und Administration des Team Foundation Servers, Testing und der Optimierung einer Wertschöpfungskette im Bereich der Softwareentwicklung.

Für einen Überblick über sämtliche Pfade, Möglichkeiten und auch zur Planung gibt es historisch bedingt die verschiedensten Möglichkeiten. Da Poster aber ziemlich 2010 sind, hat Microsoft mittlerweile eine eigene Windows Store App nachgelegt. Obwohl simpel gestaltet, ist sie immerhin interaktiv und ermöglicht definitiv einen hervorragenden Überblick.

Die App bekommt hier hier.

Viel Spaß dabei und viel Erfolg in 2015!

P.S.: Du bist bereits MCSD: ALM und hast Spaß dabei, Kunden auf dem Weg zu stabilen Geschäftsanwendungen zu unterstützen? Bewirb Dich jetzt!

Frustfreie Web.config auch im Team

Eine sehr nützliche Funktion im Visual Studio und MSBuild ist die Möglichkeit, bei der Veröffentlichung von Webseiten die Web.config entsprechend der gewählten Zielkonfiguration automatisch anpassen zu lassen. Der Vorgang nennt sich Transformation und beschreibt im Prinzip nichts weiter als anhand von Transform-Dateien die Web.config zu verändern. Das Prinzip ist identisch mit der bekannten Xml Transformation mittels XSLT (in Visual Studio heißt nur alles wieder mal anders).

Während das Konzept beim Web-Publishing bereits sinnvoll ist (um z.B. für Debug, Release, Stage, etc. unterschiedliche Konfigurationen parat zu haben), wäre der Einsatz während der Entwicklung selbst allerdings genauso praktisch. Beispielsweise könnten einzelne Teammitglieder unterschiedliche lokale Entwickler-Datenbankinstanzen haben, die sich auf die ConnectionStrings in der Web.config auswirken. Das Problem, das daraus i.d.R. entsteht, ist, dass jeder Entwickler die Web.config bei sich lokal anpasst und dadurch auscheckt. Sollte sie dann “aus Versehen” mal mit eingecheckt werden, klappt bei anderen Entwicklern im Zweifelsfall die Datenbankverbindung nicht mehr, sobald sie ihren Workspace aktualisieren. Im schlimmsten Fall werden dadurch Basisänderungen an der Web.config überschrieben wenn man nicht aufpasst.

Die Lösung für dieses Problem wäre, jedem Entwickler eine eigene Transform-Datei bereitzustellen und dafür zu sorgen, dass personenabhängige Einstellungen ausschließlich darin stattfinden. Dazu muss die Web.config allerdings zur Compilezeit generiert werden und darf zudem nicht mehr Teil der Quellcodeverwaltung sein.

Wie das im Einzelnen funktioniert zeigt folgende Schritt für Schritt Anleitung:

Das Publishing Target und die Config Transformation lokal konfiguriert

Kostenlose Aufzeichnungen der #msts14 - Jetzt weiterbilden!

Nur kurze Zeit nach der Microsoft Technical Summit 2014 wurden auf Channel 9 wie versprochen die Aufzeichnungen zu den Sessions veröffentlicht. Sowohl die Videos als auch die Präsentationen sind übersichtlich in der Agenda zu der Veranstaltung verlinkt.

Unseren Beitrag zum Microsoft Fakes Isolation Framework gibt es dort ebenfalls zu sehen. Viel Spaß beim Anschauen (wir hatten auf jeden Fall Spaß beim Halten der Session)! 

Microsoft Technical Summit 2014 - Pre-Review und ein Announcement!

Diese Woche findet vom 11.11.2014 bis zum 13.11.2014 in Berlin die Technical Summit 2014 statt. Microsoft hat bekannter Weise die Visual Studio Evolution mit der TechNet Conference zusammengelegt und lädt diese Woche für drei Tage Softwareentwickler und IT Infrastrukturspezialisten gemeinsam ein, von Experten aufregende und z.T. neue Technologien vorgestellt zu bekommen. Die Agenda zeigt dabei nicht nur einen Querschnitt durch alle relevanten Technologien, sondern auch das Who is Who der Speaker-Szene.

Die angebotenen Sessions bewegten sich inhaltlich von Einstiegs-Themen bis hin zu Deep Dives und auch zukunftsorientierten Bereichen wie IoT (Internet of Things) und Application Insights (im Zusammenhang mit Predictive Analytics und den entsprechenden Angeboten via Microsoft Azure).

Uns hat die Konferenz sehr gefallen und wenn wir auch nicht die ganze Zeit da waren, konnten wir den Dienstag immerhin nutzen, um ebenfalls als Speaker dem interessierten Publikum erneut das Microsoft Mocking Framework Fakes näherzubringen. Nachdem wir einige technische Hürden genommen haben (merke: Immer einen Displayport-Adapter dabei haben), konnten wir neben einer kleinen Historie einen umfangreichen Einstieg in Microsoft Fakes liefern inkl. spannender Informationen über Microsoft Pex. Pex hat im Zusammenspiel mit dem Fakes-Vorläufer Moles das Leben eines Softwareentwicklers beim Schreiben von Unit Tests enorm erleichtert. Die Pex Engine ermöglichte es, Codepfade automatisch analysieren zu lassen, um auf der Basis sogar Grundgerüste für sinnvolle Unit-Tests zu generieren. Microsoft sprach bei Pex (Program Exploration) von einem Whitebox Testing Tool. 

Announcement

Durch die Produktifizierung von Moles ist Pex lange Zeit auf der Strecke geblieben. Bis vor kurzem gab es lediglich ein kostenlos erhältliches Addin über die Visual Studio Gallery, das auf die Pex Engine aufsetzt und mit Visual Studio 2013 kompatibel ist. Code Digger - so der Name - stellte einen eingeschränkten Funktionsumfang von Pex zur Verfügung.

Zusammen mit der heutigen Ankündigung von Visual Studio 2015 und der neuen Community Edition (die die Express SKU ersetzt) wurde angekündigt, dass Pex nachzieht! Microsoft spricht an dieser Stelle von Smart Unit Tests und dieses Feature ist großartig!

With Visual Studio 2015 preview, we have introduced Smart Unit Tests. Explore your .NET code to generate test data and a suite of unit tests. For every statement in the code, a test input is generated that will execute that statement. A case analysis is performed for every conditional branch in the code. For example, if statements, assertions, and all operations that can throw exceptions are analyzed. This analysis is used to generate test data for a parameterized unit test for each of your methods, creating unit tests with maximum code coverage. Then you bring your domain knowledge to improve these unit tests.

Details dazu wie das funktioniert, finden sich hier und in den kommenden Tagen auch auf diesem Blog.

Wir gehen jetzt erst einmal feiern!

Update

Vielen Dank an Tao Xie, dem dritten im Bunde hinter Microsoft Pex & Fakes neben Nikolai Tillmann und Jonathan "Peli" de Halleaux, für die Veröffentlichung eines spannenden Dokuments mit Informationen zum Migrationspfad von Pex zu Fakes und Code Digger (Jetzt: Smart Unit Tests). Das kostenlose Dokument gibt es hier zum Download.

Stakeholder an die Macht – Projektbeteiligte erhalten kostenlosen Zugriff auf Visual Studio Online

Brian Harry berichtete nach der Early Adopter Phase Anfang Juli bereits davon, dass viele Projektzuordnungen von Mitarbeitern wieder aufgehoben wurden. Der Zusammenhang mit dem Ende der Einführungszeit war offensichtlich: Zuvor war der Zugriff kostenfrei, nun konnten “nur noch” bis zu fünf Nutzer gratis Visual Studio Online nutzen.

Da Microsoft allerdings erhöhten Reibungsverlusten in den Entwicklungsprojekten zuvorkommen möchte, hat Brian angekündigt, mit der Stakeholder Rolle eine neue Lizenz einzuführen, die es einer praktisch unlimitierten Anzahl Projektbeteiligter ermöglichen soll, weiterhin kostenfrei auf den gehosteten Team Foundation Server zuzugreifen und in allen für ihre Arbeit relevanten Belangen zu nutzen.

Assigning a stakeholder license

 

Als Stakeholder können Nutzer nun gegenüber der früheren Work Item Only View folgendes:

  • Die Projekt Homepage betrachten
  • Auf die meisten arbeitsrelevanten Funktionen zugreifen
  • Das Backlog einsehen
  • Einträge hinzufügen und bearbeiten
  • WorkItem-Abfragen erstellen und ausführen
  • Benachrichtigungen abonnieren

Aus unserer Sicht ist Microsoft mit der Einführung der Stakeholder Lizenz in VSO ein ganz großer Wurf gelungen, deren Umsetzung extrem schnell nach der initialen Ankündigung realisiert werden konnte. Dass diese Funktion mit dem kommenden Update sogar in weniger als einem halben Jahr danach On Premise verfügbar sein wird zeigt die enormen Vorteile der neuen Rapid Release Strategie von Microsoft.

Mehr Informationen darüber, welche Funktionen und Möglichkeiten den Projektbeteiligten nun offen stehen, finden sich auf der eigens dazu eingerichteten Landing Page.

Wie man 50.000 Euro Projektkosten einspart

Machen wir uns nichts vor: Wir haben 2014 und die Tagessätze für Berater, Softwareentwickler und dergleichen sind nicht mehr dieselben wie noch vor zehn Jahren. Auch im Großkundensegment sind Tagesätze von deutlich unter 1.000 Euro mittlerweile Gang und Gebe. Die Ursachen hierfür sind vielfältig und liegen nicht allein darin begründet, dass Zwischenhändler, Subgeschäft und Rahmenverträge die Margen auf nicht mehr nur ein Unternehmen verteilen. Häufig sind es auch schlicht die Kosten, die so unverhältnismäßig gestiegen sind, dass der Kunde knapper kalkulieren muss, damit sich ein Projekt rechtfertigen und damit auch beauftragen lässt.

Gestiegene Komplexität

Um Beispiele aus der Windows Welt und im Speziellen der Softwareentwicklung aufzugreifen: Früher gab es zwar weniger Auswahlmöglichkeiten, dafür war die Welt aber auch deutlich weniger komplex. Es gab Windows Forms für clientbasierte Anwendungen mit Benutzeroberflächen und ASP.NET für den Browser. Natürlich gab es auch zu der Zeit bereits Hersteller von Drittlösungen, die das .NET Framework für diese Plattformen ergänzten, aber im Wesentlichen ließ sich mit Boardmitteln bereits fast alles umsetzen. Parallel existierte noch die alte Welt der Visual Basic 6 Entwickler, die ebenfalls mehr oder weniger komfortabel Lösungen auch ohne Informatikstudium bereitstellen konnten (wir sprechen hier noch nicht über Evolvierbarkeit & Co… das kam erst später).

Heute gibt es allein in der Windows Welt nicht mehr nur Windows Forms und ASP.NET. Hinzugekommen sind u.a. Silverlight, WPF, ASP.NET MVC, jQuery, HTML5, nicht zu vergessen die SharePoint Apps, Office Apps, Windows Store Apps, Windows Phone Apps und sogar die guten alten nativen MFC Anwendungen feiern ein Comeback. Ein Trend, der hierbei sichtbar wird: Die Anwendungen werden mehr und mehr ins Internet verlagert und seit neuestem setzt sich auch die Anforderung durch, dass sie möglichst plattformunabhängig funktionieren müssen. Der Begriff BYOD (bring your own device) hat sich zwar – so scheint es auf den ersten Blick – als Rohrkrepierer erwiesen, trifft uns nun aber von hinten wie ein Bumerang: Schließlich wollen Kunden die Anwendungen meist auf allen Plattformen umgesetzt haben.

Gestiegene Kosten

Immer mehr SDKs und APIs ermöglichen die Entwicklung eben solcher Multi-Device Apps, was aber ebenfalls auffällt, ist, dass immer mehr gewohnte Standardkomponenten aus den Boardmitteln verschwinden. Ein Beispiel: Sog. Line of Business (LOB) Anwendungen drehen sich i.d.R. immer um das Verwalten von Stammdaten. Hierbei werden Informationen erfasst, gespeichert und weiterverarbeitet. Im Zentrum steht dabei meist die tabellarische Darstellung der Daten.

Genügt dazu folgende Oberflächengestaltung aus?

image

 

In den meisten Spezifikationen sehen die ersten Roh-Entwürfe tabellarischer Darstellungen tatsächlich so oder so ähnlich aus.

Hier ein Gegenbeispiel:

image

 

Was sich hieraus erkennen lassen sollte sind folgende Funktionen:

  • Gruppierung (hier z.B. nach der Stadt)
  • Sortierung
  • Inline-Bearbeitung (hier z.B. zu erkennen an der TextBox in der Spalte “Name”)
  • Filterung (hier z.B. nach Datum; möglich wären auch komplexe Filter wie beispielsweise Von/Bis/Enthält/Enthält Nicht/Kleiner/Größer/etc.)
  • Paging (bei extrem vielen Einträgen evtl. sinnvoll)
  • Vertikales Scrolling (ob Scrolling UND Paging gleichzeitig sinnvoll sind, darüber lässt sich streiten)
  • Darstellung von Boolean-Werten (hier: Aktiv) als CheckBox
  • Farbliche Unterscheidung (in diesem Fall unbekannt, ob bei der Selektion, aufgrund fachlicher Kriterien oder einfach nur beim Drüberfahren mit der Maus)

Kundenprojekte laufen hier Gefahr, in diese Falle zu tappen: Ohne die Abstimmung mit denjenigen, die die Anforderungen letzten Endes umsetzen (die Entwickler) gelangen Darstellungen wie die zuerst abgebildete in die Spezifikation. Während des Projektes aber kristallisiert sich i.d.R. immer mehr die zweite Abbildung heraus. Dass es sich bei der Umsetzung um eine komplexe und umfangreiche Entwicklung eines Steuerelements handelt (das es so übrigens weder in HTML5, noch JavaScript, Windows Forms oder ASP.NET MVC gibt), steht außer Frage.

Und so steigen die Projektkosten aufgrund der Entwicklung von Steuerelementen problemlos (und exponentiell) um das x-fache. Denn zu der reinen Umsetzung der Anforderungen kommen Fragen nach Wartung, Dokumentation, Plattformunabhängigkeit und vermutlich auch Auslagerung in eigene Bibliotheken für den projektübergreifenden Einsatz.

Selbst im simpelsten Fall wäre es nicht ungewöhnlich für ein Gedankenspiel anzunehmen, zwei Entwickler würden 50 Projekttage mit der Implementierung eines einfachen Tabellen-Steuerelementes für eine ASP.NET MVC Web-Anwendung benötigen, das einen Teil der oben beschriebenen Funktionen implementiert. Weiterhin angenommen, ein Projekttag kostet pro externem Entwickler um die 500 Euro (was nicht viel ist), hat den Kunden dieses Control nun etwa 50.000,00 Euro gekostet. Folgekosten nicht eingerechnet (Bugfixing, Support, etc.)

Kosten einsparen

Wir versuchen, unseren Kunden diese Zusammenhänge wo es geht zu vermitteln und neben der Softwareentwicklung selbst auch beratend in den Projekten zu unterstützen. Natürlich sind auch wir in der Lage, spezifische Anforderungen in Form oben beschriebener Controls umzusetzen und freuen uns über entsprechende Aufträge. Allerdings werden die meisten unserer Projekte eher zentral durch die Umsetzung fachlicher Anforderungen bestimmt. Der Rest ist Mittel zum Zweck.

Daher:

Erfinde nicht das Rad neu,… es sei denn, Du willst etwas über Räder lernen.

Soll heißen: Falls man nicht gerade ein Produkthersteller ist, der sich auf die Entwicklung von Steuerelementen spezialisiert hat, oder Anforderungen hat, die schlicht von keinem solchen umgesetzt werden, dann gibt es keinen vernünftigen Grund, die Kosten für die Entwicklung derartiger Basiskomponenten selbst zu tragen, geschweige denn, externe Entwickler damit zu beauftragen.

Es gibt eine große Anzahl von Herstellern, die bereits Produkte vermarkten, die nicht nur über umfangreiche Unterstützung verschiedenster Plattformen verfügen, sondern auch entsprechenden Support mitbringen und umfassende Dokumentationen. Schließlich leben sie davon. Nach einem Vergleich zwischen den Kosten für Einzelplatz, Mehrfach- oder Firmenlizenzen mit den möglichen Kosten, die bei einer Eigenentwicklung entstehen können, lässt sich die Erkenntnis, dass der Preis in keinem Verhältnis zum Nutzen steht, nur noch schwer abstreiten.

Sinnvoller ist es also, zum Projektstart genaue Überlegungen hinsichtlich der UI-Anforderungen anzustellen, dabei die Softwareentwickler und deren Kompetenzen einzubeziehen und im Anschluss daran ganz regulär unterschiedliche Frameworks zu evaluieren, die einer Entscheidungsmatrix nach passen könnten. Selbst die Anpassung der eigenen Anforderungen an das dann ausgewählte Zielframework (falls dieses nicht alle Kriterien erfüllt) ist in den meisten Fällen noch immer sinnvoller, als stattdessen den Eigenbau zu bevorzugen.

Fazit

Wenn die Antwort auf folgende Fragen Ja lautet, spricht das für die Entwicklung eigener Steuerelemente:

  • Ist das Ziel, die Steuerelemente an andere Unternehmen zu lizenzieren?
  • Gibt es keine Steuerelemente von Drittherstellern, die die (kritischen) Anforderungen unterstützen?
  • Ist geplant, unternehmenseigene Bibliotheken langfristig zu entwickeln und in jedem Fall unabhängig von Drittherstellern zu sein?

Wenn die Antwort auf folgende Fragen Ja lautet, spricht das gegen die Entwicklung eigener Steuerelemente:

  • Handelt es sich bei den Anforderungen weitestgehend um Standards?
  • Liegt der zentrale Fokus in der Implementierung fachlicher Anwendungen?
  • Ist Multi-Plattformfähigkeit ein Thema?

Falls Sie an einem Punkt sind, an dem Sie sich entscheiden müssen, ob sie in den Erwerb von Lizenzen eines Drittherstellers investieren, oder lieber selbst Hand anlegen und dabei Unterstützung benötigen, sprechen Sie uns bitte an.

Sehr gerne helfen wir Ihnen bei der Entscheidung und stehen auch für die Evaluation möglicher Lösungen zur Verfügung. Wir verkaufen weder Lizenzen noch verdienen wir daran, kennen dafür aber verschiedenste Frameworks, haben Experten im Requirements Engineering, der Softwareentwicklung und dem Lizenz-Management. Damit sind wir der richtige Ansprechpartner für Sie, um nachhaltig Ihre Projektkosten zu optimieren und die Softwareentwicklung mit hoher Effizienz auf den Kern Ihrer Anforderungen zu lenken: Dem Bau von Fahrzeugen,… ohne zuvor das Rad neu erfinden zu müssen.

Noch immer ein Geheimtipp? Microsoft Fakes auf der #dwx14

Mittlerweile sollte eigentlich jeder, der mit Visual Studio arbeitet, vom Microsoft Fakes Isolation Framework wissen. Es ist zwar noch immer lediglich in der Premium und der Ultimate SKU integriert, dafür aber arbeitet es nahtlos mit dem Visual Studio zusammen und ermöglicht wahre Zauberkunststücke beim Testen von .NET Komponenten. Im Vergleich zu bekannten Mocking Frameworks wie z.B. Rhino Mocks, moq oder NSubstitute verzeichnet Google Trends immerhin ein Ansteigen der Suchanfragen im Zusammenhang mit Microsoft Fakes.

Das Interesse an Rhino Mocks scheint demnach eher abnehmend zu sein sein, moq - eines der ältesten Frameworks - hält sich seit ca. 2011 auf konstant hohem Level. Das Interesse an Fakes schwankt zwar, bewegt sich aber immerhin auf gleichem Level wie das an NSubstitute, das seit Ende 2011 kontinuierlich steigt.

In dieser Session auf der #dwx14 wird den Interessierten und Einsteigern in dieses Thema ein erster Einblick gezeigt, so dass im Anschluss mit ungebremster Motivation von egal welcher Richtung nach Microsoft Fakes migriert werden kann. :)

 

BASTA! Herbst 2013 - Wir sind dabei!

In gerade mal sechs Wochen ist es wieder so weit: Die BASTA! Hauptkonferenz im Herbst öffnet ihre Pforten. In der Woche vom 23.09. bis zum 27.09. gibt es wieder zahlreiche Workshops, Sessions und Keynotes. Auch wird es nicht an Abendveranstaltungen mangeln, die dem einen oder anderen sicher etwas Fitness abverlangen werden, ansonsten aber zu interessanten Diskussionen anregen und natürlich der Vernetzung dienen sollen.

Über 130 Sessions laden dazu ein, Wissen aufzubauen, den Trends zu lauschen oder einfach nur die Neugier zu befriedigen. Denn dieses Jahr steht alles im Zeichen der drei Hauptschwerpunkte:

  • .NET als Entwicklungsplattform für erfolgreiche Business- und Consumer-Anwendungen
  • Windows 8 als neue Plattform, die von Phone und Tablet, über PC und Server, ein System bildet
  • Das Web, dessen offene Architektur über Browser alle Technologieplattformen verbindet.

Wer in diesem Sinne die Gelegenheit verpasst hat, auf der #dwx13 mehr zum Thema NFC und Microsofts Vorstellung von Tap & Send zu erfahren, wird hier die Chance haben, das nachzuholen. Die TOP TECHNOLOGIES CONSULTING GmbH wird mit folgenden Themen an der Veranstaltung teilnehmen:

Teilen kann so einfach sein - Tap+Send mit NFC!

Seit Windows/Phone 8 bietet Microsoft die Möglichkeit Daten, wie z.B. Kontaktinformationen oder Bilder, zwischen verschiedenen Endgeräten durch bloße Berührung auszutauschen. Diese Session zeigt anhand einer Windows 8 und Windows Phone 8 Beispielanwendung, welche Voraussetzungen hierfür nötig sind und wie dieses Szenario implementiert werden kann. Für eine schnellere Entwicklung der Apps natürlich mittels Code-Sharing über die Portable Class Library.

Touch Develop - Entwicklung direkt auf dem Windows Phone

2010 schickte Microsoft mit "Visual Studio On the Go" Entwickler noch in den April. Kurze Zeit später präsentierte Microsoft Research Touch Develop für Windows Phone, Entwicklung für das Phone auf dem Phone. Jetzt auch für den Marketplace, Windows 8 Store und im Web inklusive Intellibuttons. Diese Session zeigt den Einsatz von Touch Develop von der Idee bis zum Store (and beyond).

 

 

Phänomenal! Visual Studio 2013 ALM Virtual Machine und die ersten Hands On Labs!

Brian Keller, Principal Technical Evangelist bei Microsoft, hat vor wenigen Tagen die Verfügbarkeit der neuen virtuellen Maschine bekanntgegeben, die mit einem vorinstallierten Visual Studio 2013 daherkommt. Das Image enthält eine vollständige ALM (Application LifeCycle Management) Infrastruktur und setzt sich zusammen aus

  • Windows Server 2012 Standard (Eval)
  • Visual Studio 2013 Ultimate (Preview)
  • Team Foundation Server 2013 (Preview)
  • Office Professional Plus 2013 (Word, PowerPoint, Excel, Outlook)
  • Visio Professional 2013
  • InRelease Server und Deployers!

Darüber hinaus wurden Beispielnutzer eingerichtet, mit denen die Hands On Labs durchgegangen werden können. Die Links zu den entsprechenden Downloads finden sich im Blogartikel von Brian.

Bereits jetzt gibt es drei Labs, die einem neue ALM Szenarien näher bringen sollen:

  1. Getting started with Git using Team Foundation Server 2013
  2. Getting started with InRelease for Visual Studio 2013
  3. New Collaboration Experience for Development Teams using Team Foundation Server 2013

Während in den letzten Monaten besonders die Git Unterstützung durch Visual Studio hervorgehoben wurde, ist mit Sicherheit besonders das Lab run um InRelease als außergewöhnlich zu bezeichnen. Microsoft hatte kürzlich erst (zur TechEd) die Übernahme der Software aus dem Hause InCycle angekündigt und wird das Release Management Werkzeug nun in die Palette der eigenen ALM Werkzeuge aufnehmen.

Übrigens:

Als Microsoft ALM Partner stehen wir natürlich zur Verfügung, wenn Interessierte Unterstützung bei der Evaluation vom Team Foundation Server benötigen oder ein Migrationsprojekt auf die aktuellste Version planen. Sprechen Sie uns an!

Über die Autoren

Christian Jacob ist Leiter des Geschäftsbereiches Softwarearchitektur und -entwicklung und zieht als Trainer im Kontext der .NET Entwicklung sowie ALM-Themen Projekte auf links.

Marcus Jacob fokussiert sich auf die Entwicklung von Office-Addins sowie Windows Phone Apps und gilt bei uns als der Bezwinger von Windows Installer Xml.

Martin Kratsch engagiert sich für das Thema Projektmanagement mit dem Team Foundation Server und bringt mit seinen Java- und iOS-Kenntnissen Farbe in unser ansonsten von .NET geprägtes Team.

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