Wie Du vollkommen kostenlos und legal hunderte Ebooks von Microsoft herunterladen kannst

Eric Ligman, Führungskraft bei Microsoft im Vertrieb, hat es wieder getan: In seinem Blogpost vom 11.07.2017 verlinkt er über 250 Ebooks zum kostenlosen Download. Alle Bücher sind im PDF Format verfügbar; viele gibt es zusätzlich auch als epub, mobi (Kindle) oder xps.

Zu folgenden Kategorien bekommt ihr völlig kostenlos Wissen geschenkt:

  • Azure
  • BizTalk (Sunato, das ist doch was für euch!)
  • Cloud
  • Developer
  • Dynamics
  • General
  • Licensing
  • Office (hier gibt es die meisten Bücher)
  • Power BI
  • PowerShell
  • SharePoint
  • SQL Server
  • Surface
  • System Center
  • Virtualization
  • Windows Client
  • Windows Server

Für die Paranoiker und Sammler unter euch, die befürchten, die Bücher könnten wieder aus dem Äther verschwinden, bietet Eric auch die Möglichkeit an, alle am Stück herunterzuladen. Insofern ihr einen Downloadmanager einsetzt, der mit URL-Listen umgehen kann oder mit der PowerShell umzugehen wisst, bekommt ihr von ihm entsprechende Hinweise, wie das funktioniert.

Was sind eure Favorites unter den Büchern?

Lasst es mich in den Kommentaren wissen!

#epic. Oder: Ruck, wenn Scrum zu krass ist?

Bei Scrum handelt es sich eine Management Methode, die zumeist in der Softwareentwicklung eine große Hilfe dabei ist, umfangreiche Projekte steuerbar zu machen. Kernpunkte sind dabei u.a. die Leistungsbereitschaft der Teammitglieder und deren Selbstorganisation, die Aufteilung des Projektes in Timeboxes und regelmäßig stattfindende Meetings.

Das klingt zunächst einfach, bedingt aber eine absolute Disziplin, damit das Konzept aufgeht. Marcus Jacob hat dazu auf der letzten Developer Week einen Vortrag gehalten. Thema: Football, Poker, PM oder: Wir führen Scrum ein!*

Während es zuhauf Dokumentationen, Fachbücher, Artikel, Prozess-Templates u.ä. zu Scrum gibt, soll dieser Blogartikel allerdings etwas vorstellen, das kaum jemand kennt, von dem sich aber viel lernen lässt.

Microsoft Ruck

Rucks […] are similar to scrums in that several players are bound together while fighting over the ball. In the case of rucks, however, the ball is literally up for grabs, unlike in the relatively controlled environment of the scrum. Quelle: isport.com

Dieses Zitat von einer Sportseite drückt es bereits treffend aus. So wie Scrum eine Methode zur “kontrollierten” Softwareentwicklung ist und sich für die Namensgebung einer Sportmetapher bedient, entnimmt Microsoft eben jener Sportart – Rugby – einen weiteren Begriff (Ruck), der im Prinzip die gleiche Bedeutung hat, aber weniger Disziplin erfordert.

Bedeutet nun “weniger Disziplin” nun auch weniger Qualität? Oder sogar Fehler? Nein. Ganz im Gegenteil. In diesem Kontext löst dieses Vorgehensmodell typische Probleme, die verteilte Entwickler-Teams haben: Sie entwickeln nicht zur gleichen Zeit, es steht nicht immer jeder Mitarbeiter zur Verfügung, andere Projekte haben eine höhere Priorität… und im Zweifelsfall befinden sich die Entwickler nicht einmal in der gleichen Zeitzone. Die meisten Prinzipien von Scrum müssten in solchen Fällen über Bord geworfen werden.

Im Kontext der sog. ALM Rangers hat Microsoft daher eine eigene Methode entwickelt, die sich zwar an Scrum anlehnt, dabei aber wesentlich mehr Freiheiten ermöglicht und das ganze konsequenterweise Ruck genannt.

Bei den ALM Rangers handelt es sich um eine Gruppe von Enthusiasten, die kontinuierlich Tools, Dokumentationen, virtuelle Labs und dergleichen mehr außerhalb des regulären Entwicklungszyklusses des Team Foundation Servers bereitstellen. Da deren Hauptaufgabe allerdings häufig durch andere Themen bestimmt wird (mitunter zählen sogar Freelancer zu den ALM Rangers), benötigten sie eine Methode, die es ihnen erlaubt trotz der widrigen Umstände eine hohe Qualität abzuliefern.

image

Herausforderungen eines zeitzonen-übergreifenden Teams

Microsofts Lösung

Hier einige Schlüsselfaktoren, die entscheidend mit zu dem Erfolg bei Microsoft in verteilten Teams wie den ALM Rangers beitragen:

  • Sprint-Planungsmeetings finden virtuell und online statt (via Microsoft Lync und Email).
  • Neben Schätzungen, die das Team verantwortet (z.B. via Planning Poker) wird häufig auf die Schätzung desjenigen zurückgegriffen, der die Umsetzung verantwortet.
  • Das Team entscheidet, wann und wie oft “Standup-Meetings" stattfinden (i.d.R. wöchentlich), dabei schicken abwesende Teammitglieder Status-Updates per Email an den Lead / Ruckmaster.
  • Wer am Sprintreview nicht teilnehmen kann, stellt ein kurzes Demo-Video seiner Arbeit bereit.
  • Auch zur Retrospektive können Erkenntnisse per Email eingereicht werden; eine Zusammenfassung der Ergebnisse stellt der Lead in der Ruck Improvement Community allen Teammitgliedern zur Verfügung.

Darüber hinaus ist der Worfklow gegenüber Scrum leicht verändert und es gibt auch weitere Workitem Typen (wie z.B. sog. Epics, die über einem Feature stehen und ein Thema auf übergeordneter Ebene betrachten).

Da das Thema in Summe allerdings zu umfangreich ist, um es in Gänze in einem Blogartikel zu betrachten, sei an dieser Stelle auf das Material verwiesen, das Microsoft kostenlos zum Download zur Verfügung stellt.

Über die Landing Page “Supporting Guidance and Whitepapers” gibt es weiterführende Informationen und Materialien, die einem helfen in Bild, Ton und Text den Ruck Prozess und die virtuellen Personas zu verstehen und bekommt ergänzend dazu Whitepaper, Sample Solutions, Hands on Labs und dergleichen mehr, um sich auch praktisch mit dem Thema auseinandersetzen zu können.

Fazit

Wer sich mit seinem Team den Herausforderungen moderner Softwareentwicklung stellen will und feststellen muss, dass Methoden wie Scrum im spezifischen Fall nicht funktionieren können, der findet im Ruck Prozess eventuell die Lösung. Es lohnt sich aber in jedem Fall, einen Blick in das Material zu werfen, da auch unabhängig davon einige wirklich interessante Konzepte vermittelt werden (wie z.B. das der Personas). Da es sich dabei um Anwendungsfälle aus der gelebten Praxis handelt, fällt die Adaption umso leichter.

*Im Übrigen ist niemandem aufgefallen, dass das Wort Scrum seine Herkunft im Rugby hat und nicht im Football. :)

#dwx14 – Wiedersehen macht Freu(n)de!

Heute vor einem Monat war es endlich soweit: Während ganz Deutschland noch den Fußball WM Sieg feierte, öffnete das NCC Ost in Nürnberg seine Hallen für die Developer Week 2014. Natürlich ging die WM Stimmung auch hier nicht an uns vorbei, sind wir Speaker doch zur Eröffnung zu Andreas Bouranis WM Hymne “Auf Uns!” unter Applaus auf die Bühne marschiert; es hätte nicht schöner anfangen können!

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Konferenzen sind für uns immer ein kleines Klassentreffen, auf dem man viele bekannte Gesichter wiedersieht aber auch jedes Mal neue kennenlernt. Als Speaker verschiebt sich der Schwerpunkt somit vom Know-How Erwerb hin zum Socialising. Am besten ist es jedoch, wenn sich beides miteinander kombinieren lässt und ja, das ließ es sich auch dieses Mal wieder ;-)

Dank ca. 250 Sessions ballte sich ein sehr vielfältiges Wissen, das für reichlich Gesprächsthemen zwischen und nach den Vorträgen sorgte. So gab es am ersten Abend Thementische zum gemütlichen Diskutieren, begleitet von Live Musik der Band “The Blackscreen”. Der zweite Abend bot abwechslungsreiche Unterhaltung durch bspw. PowerPoint Karaoke, Coding Dojos und der Microsoft Gadget Garage, die zum Auto- und Spherorennen per Bluetoothsteuerung vom Windows Phone aus verführte. Wer sich zwischendurch mal eine Pause gönnen wollte, konnte auf den Massagesesseln der Firma BrainLight relaxen und wieder zu Kräften kommen. Die Verköstigung war ebenso reichhaltig wie lecker – selbst als Vegetarier kam man auf seine Kosten – und sogar Club Mate und Energy Drinks standen zur freien Verfügung und ließen die Nächte zum Tag werden! Es lässt sich festhalten, dass wirklich für jeden etwas dabei war und Langeweile einfach nicht aufkommen konnte.

Die Developer Week hat sich weiterentwickelt und auf das Teilnehmerfeedback reagiert. So gab es dieses Jahr bspw. keine geschlossene Abendveranstaltung, die im letzten Jahr noch für reichlich Irritation sorgte. Ebenso ging man weiter mit der Zeit und stellte mobile Konferenz Apps zur Verfügung. Leider nur für Android und iOS, weswegen man als Windows Phone Besitzer das Nachsehen hatte. Wer zur letzteren Kategorie gehörte, konnte somit lediglich die WebApp verwenden, die allerdings noch einiges an Verbesserungspotenzial mit sich bringt. Aber ganz im Ernst? Das ist Jammern auf hohem Niveau und kann somit getrost vernachlässigt werden. An dieser Stelle wird zum nächsten Jahr sicherlich nachgebessert.

Von unserer Seite aus bleibt jetzt nur noch ein großes Dankeschön, sowohl an das gesamte Veranstaltungsteam, als auch natürlich an die Teilnehmer der Konferenz und unserer Sessions insbesondere! Es zeigte sich auch dieses Jahr wieder, dass neben Mainstream Themen rund um Scrum auch Sessions über Touch Develop, dem Microsoft Fakes Isolation Framework und sogar Windows Installer XML für großen Anklang beim Publikum sorgten. Uns hat es auf jeden Fall wieder richtig viel Spaß gemacht und wir freuen uns schon auf’s nächste Klassentreffen!

Pokern auf der DWX14 – Scrum lässt grüßen!

Haben wir das nicht alle schon erlebt? Man sitzt in einer Besprechung mit einem Projektleiter, bekommt grob skizziert was die neue Anwendung können soll und hat dann gefühlte 10 Sekunden Zeit, um eine Aufwandsschätzung abzugeben. Aussagen wie “Das können wir so nicht schätzen, da fehlen noch viel zu viele Informationen!” führen dann gerne zu Reaktionen wie “Ok, dann sagen wir einfach mal 50 Tage!”. Und als wäre das nicht schon verheerend genug, nein, die Aufwandsschätzung wird vom Kunden dann als Festpreis verstanden, ganz unabhängig davon, wie viele zusätzliche Wünsche noch einfließen werden…

Am Ende hat das Projekt dann im besten Fall 100 Tage gedauert, die Timeline wurde 3 mal verschoben und der Absatz an Haarfärbungsmitteln hat wieder ein Stück weit zugenommen, um die neu gewachsenen grauen Haare zu kaschieren. Naja und vielerorts findet man dann eine der unzähligen Varianten folgenden Bildes an den Wänden hängen:

Projektmanagement

 

Aber muss das wirklich so sein? Kann man da nicht etwas dran verbessern? Natürlich! Genau an dieser Stelle setzen agile Entwicklungsmethoden ein, um den Gesamtprozess zu definieren. Natürlich können Aufwände belastbarer geschätzt und Deadlines gehalten werden. Das geht sogar mit viel Spaß an der Sache und einem kontinuierlichem Projektfortschritt, der allen Beteiligten zeigt, wie die Anwendung Stück für Stück wächst. Und genau über dieses “wie” wird die TOP TECHNOLOGIES auf der #dwx14 berichten! In der Session “Football, Poker, PM oder: Wir führen Scrum ein!” werden wir anhand von Scrum zeigen, wie man ein Projekt durchführen und dabei sogar ohne schiefe Blicke zu ernten Pokern kann!

Über die Autoren

Christian Jacob ist Leiter des Geschäftsbereiches Softwarearchitektur und -entwicklung und zieht als Trainer im Kontext der .NET Entwicklung sowie ALM-Themen Projekte auf links.

Marcus Jacob fokussiert sich auf die Entwicklung von Office-Addins sowie Windows Phone Apps und gilt bei uns als der Bezwinger von Windows Installer Xml.

Martin Kratsch engagiert sich für das Thema Projektmanagement mit dem Team Foundation Server und bringt mit seinen Java- und iOS-Kenntnissen Farbe in unser ansonsten von .NET geprägtes Team.

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