Windows Phone 8–Coming soon!

Lange wurde spekuliert in welche Richtung sich Windows Phone 8 (WP8) wohl entwickeln würde, bis Microsoft es gestern auf der Windows Phone Summit der Öffentlichkeit präsentiert hat:

Die Spatzen pfiffen es schon von den Dächern und nun wurde es offiziell bestätigt. WP8 erhält neben einem überarbeiteten und dadurch noch stärker personalisierbaren StartScreen:

  • MultiCore Support
  • 3 verschiedene Auflösungen (800x480; 1280x768 in 15:9; 1280x720 in 16:9)
  • NFC Unterstützung
  • MicroSD Unterstützung

Viel interessanter aber als die Auflistung der reinen Hardwaredetails sind allerdings die Möglichkeiten, die sich mit WP8 ergeben. Wie erwartet liegt der Hauptaspekt natürlich in der Interoperabilität zwischen WP8 und Windows 8, die sich selbstredend dank des gemeinsamen Kernels ergibt. So müssen laut Microsoft nur wenige Zeilen Code angepasst werden, damit eine WP8 App auch unter Windows8 läuft – und andersherum. Wie gut dies in der Realität funktioniert wird sich natürlich noch zeigen müssen, kommt das WP8 SDK schließlich erst später im Sommer heraus.

Einen wesentlichen Beitrag zur Kommunikation zwischen den Geräten der Windows 8 Welt (W8 & WP8) leisten eindeutig die NFC Chips. Dank derer ist es möglich über die sogenannte “Tap&Share” Funktion zwischen einzelnen Geräten (nochmal: W8 & WP8!) Informationen wie Kontakte, Bilder und Videos über ein simples gegenseitiges Berühren miteinander auszutauschen oder auch ein Multiplayer Spiel untereinander zu starten. Spontane Erinnerungen an Microsoft Office Labs vision 2019 drängen sich förmlich auf.

Auf die Spitze treibt Microsoft diesen Gedanken mit einem Beispielvideo, das einen Restaurantbesuch skizziert, in dem sich eine Familie mit Hilfe von Windows 8 & WP8 Apps in ein Restaurant via Tapping mit seinen eigenen Kontaktdaten eincheckt, Essen bestellt und am Ende dank Wallet App bezahlt.


Windows Phone 8 NFC Technology

Ein weiterer Fokus wurde von Microsoft auf die Spieleentwicklung gelegt. Wurde bisher mit XNA entwickelt, so können Entwickler jetzt nativ Direct 3D, C und C++ nutzen, um noch leistungsfähigere Spiele zu ermöglichen. Ein nachvollziehbarer Schritt, sind verfügbare Spiele doch sehr häufig ein wesentlicher Kaufaspekt für den Endkonsumenten.

Enterprise ist mehr als nur ein Raumschiff

Microsoft hat auch im Enterprise Umfeld nachgebessert. Mit WP8 werden Bitlocker Verschlüsselung, Secure Boot, Device Management und LOB (Line of Business) App Deployment eingeführt. Wie insbesondere die letzten beiden Punkte funktionieren werden, wurde noch nicht bekannt gegeben, aber die Vermutung liegt nahe, dass Produkte wie Microsofts SCCM hier eine tragende Rolle spielen werden, um die Geräte zentral zu verwalten und mit Software auszustatten.

Hinzu kommt ein eigener Company Hub, über den eine Firma ihre Mitarbeiter mit Neuigkeiten, hervorgehobenen Apps und Passwort-Remindern ausstatten kann. Laut Microsoft kann der Hub den eigenen Gegebenheiten vollständig angepasst werden, aber auch hier gilt: “Details? Coming soon!”

Over the air – Updates jetzt in “richtig”

Während Updates bisher nur über USB Kabel an eine Workstation mit installierten Zune möglich waren, funktioniert dieser Prozess jetzt “over the air” und somit gänzlich ohne Kabel und: Ohne Zune! Damit entfällt zwar auch der bisherige Work around, über den Updates früher installiert werden konnten, als über das automatische Push Verfahren, doch auch hierfür deutet Microsoft eine Lösung an: Jeder der ein Update frühzeitig erhalten möchte, kann sich dafür schlichtweg registrieren und erhält es dann auch vor der offiziellen Verteilung durch die Mobilfunkprovider. Auf die Frage wie dies nun genau geschieht, wird Microsoft sicherlich in den nächsten Monaten eine Antwort geben.

Fazit

Mit Windows Phone 8 und insbesondere der Interoperabilität zu Windows 8 könnte Microsoft jetzt der große Wurf gelungen sein. Die bisher vorgestellten Features machen bereits einen ausgereiften Eindruck und wecken die Neugier darauf, was alles möglich sein wird. Damit der eingeschlagene Weg auch zum Ziel führt, muss Microsoft es jetzt schaffen die Entwickler zu motivieren und die Verbreitung von NFC Chips zu erhöhen, da sich grade hier das größte Potenzial bietet. Was nützen schon die besten Features, wenn sie aufgrund zu geringer Verbreitung der notwendigen Hardware nicht genutzt werden können? Wenn Microsoft diese Hürde überwindet und das volle Potenzial der Windows 8 Plattform zur Entfaltung bringen kann, dann sollte auch ein Licht am Horizont zu sehen sein, was die Marktanteilsprognosen anbelangt. 19,5% Marktanteil im Jahre 2015? Mit Windows Phone 8 ein realistischen Szenario!

WPF Rechtschreibprüfung in WinForm Applikationen.

Wer schon einmal die Anforderung hatte, Texte in einer TextBox oder RichTextBox in einer WinForm Applikation auf Rechtschreibung prüfen zu müssen, kennt u.U. folgendes Szenario:

  1. Word Instanz erstellen und unsichtbar machen
  2. Dokument erstellen
  3. Über die Zwischenablage den Text hineinkopieren
  4. Die Methode SpellCheck von Word aufrufen
  5. Den Text in Word markieren und in die Zwischenablage kopieren
  6. Den Text zurück in die TextBox einfügen und Word schließen

 

Neben der eher ungeliebten Word-Automation in einer .NET Applikation kommt die Instabilität hinzu, die man damit riskiert (z.B. hängengebliebene Word-Instanzen).

Wer davon gehört hat, dass TextBox Steuerelemente in WPF eine eingebaute Rechtschreibprüfung besitzen, die sogar “inline” funktioniert, wird sich sicher fragen, was ihm das bringt, wenn er doch eine WinForm Applikation entwickelt.

Dieser Artikel zeigt in aller Kürze (…), wie man sich diese Tatsache als WinForm Entwickler zu Nutze machen kann.

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Über die Autoren

Christian Jacob ist Leiter des Geschäftsbereiches Softwarearchitektur und -entwicklung und zieht als Trainer im Kontext der .NET Entwicklung sowie ALM-Themen Projekte auf links.

Marcus Jacob fokussiert sich auf die Entwicklung von Office-Addins sowie Windows Phone Apps und gilt bei uns als der Bezwinger von Windows Installer Xml.

Martin Kratsch engagiert sich für das Thema Projektmanagement mit dem Team Foundation Server und bringt mit seinen Java- und iOS-Kenntnissen Farbe in unser ansonsten von .NET geprägtes Team.

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