Visual Studio lautet die Frage.

42 lautet die Antwort. Das ist die Anzahl der Pixel, die Microsoft durch die UI-Verschlankung in der Höhe eingespart hat. 42 Pixel mehr, um zwei weitere Zeilen mit Code einblenden zu können. Vergessen wir allerdings einmal kurz diese zwei Zeilen und wenden uns der gesamtheitlichen Frage nach der Veränderung der UI zu.

[…] the cut, copy and paste toolbar commands have been removed since we know from our instrumentation data that the majority of developers use the keyboard shortcuts for these commands.

Instrumentation data ist hier das Stichwort. Microsoft macht nichts einfach so. Niemals. Icons werden nicht einfach verändert, weil es eine neue Doktrin gibt (auch wenn sie Metro heißt). Schaltflächen werden nicht einfach entfernt, weil irgendein Mitarbeiter meint, das wäre besser so.

For example, during usability studies with the new toolbar settings, many users have noticed the Navigate Forward and Backward buttons and have assumed that this was new functionality added to the product when in fact this capability has been in the product for a number of releases.

iconographyUsability studies. Instrumentation. Zu Deutsch: Microsoft fragt uns Entwickler. Sie sammeln Daten über unser Nutzungsverhalten (wenn wir das akzeptieren; und wer kennt den Toast, der einen nach der Installation des Visual Studio 2010 danach fragt, nicht?). Und nach der Analyse kommt die Feststellung: Die Icons sind zu bunt, die Linien und Gradienten zu auffällig, die Anzahl der Schaltflächen zu hoch und das führt dann halt dazu, dass die UI einer Schönheitskurz unterzogen werden muss.

Schönheit liegt dabei zwar im Auge des Betrachters, aber wenn jemand bei Microsoft so viel Humor hat, dass die Antwort auf alle diese Fragen 42 lautet, dann kann ich mich nur darauf mit einem Schmunzeln freuen. Und an alles andere werden wir uns mit der Zeit sowieso gewöhnen.

Im Visual Studio Blog gibt es eine enorm umfangreiche Übersicht über Änderungen und Verbesserungen, inkl. Screenshots und Erläuterungen zu den Hintergründen. Wer mehr wissen will, klickt hier.

Preview: Team Foundation as a Service

Dass Microsoft vorhat, den Team Foundation Server auch als Cloudservice anzubieten, ist erst einmal nichts Neues. Dass vor kurzem eine erste Preview veröffentlicht wurde, haben viele aber noch nicht bemerkt.

Unter http://www.tfspreview.com ist es nun möglich, sich für die Preview zu registrieren. Falls man einer der Glücklichen ist, der bereits über einen Invitation-Code verfügt, präsentiert sich nach Anlegen eines Team Projektes die Website wie folgt:image

Die Authentifikation führt gegenwärtig über eine Windows Live ID.

TIPP: Wer über mehrere Live IDs verfügt und Probleme damit hat, sich anzumelden, da die Website sich nicht davon überzeugen lässt, die ID zu wechseln, probiere einfach mal den InPrivate-Modus des Internet Explorers.

Von hier aus kann die URL zur TFS Instanz eingesehen, so wie neue Team Projekte angelegt werden. Der Rest dient eher dem Erlernen des Umgangs mit dem TFS, bietet eine Feedback-Möglichkeit und – ganz typisch einer Preview – einen Bereich zum Erstellen eines Invitation Codes, der sich fünf Mal verwenden lässt.

Drei Invitations stünden noch zur Verfügung. Wer also daran interessiert ist, schreibe einfach einen Kommentar. Ansonsten der Wink mit dem Zaunpfahl: In Kürze startet in Darmstadt die diesjährige BASTA! Spring. Christian Binder wird dort durch die ALM Days führen und sicherlich auch weitere Invitation Codes verteilen.

Custom Windows Forms Controls und die ToolBox. Spass beiseite...

Wer schon einmal ein eigenes Control entwickelt hat, kennt die Situation eventuell: Wie bekomme ich das Control sauber in die ToolBox?

Wer sogar in einem Team arbeitet fragt sich mitunter auch: Wie verteile ich meine Controls an mein Team?

Gleich vorweg: Dieser Blogpost behandelt das Problem, dass es mit dem Visual Studio 2010 SP1 SDK unmöglich erscheint, VSIX-Pakete mit ToolBox Controls für .NET 3.5 Projekte zu erstellen (oder besser: Projekte, die auf eine Runtime früher als .NET 4.0 setzen).1

Das Intro nimmt es bereits vorweg: Ein mögliches Werkzeug, um Controls zu verteilen, nennt sich VSIX. Dabei handelt es sich um ein Paketformat von Microsoft, das im Prinzip nichts weiter ist, als eine ZIP komprimierte Datei deren Inhalt sich neben den zu verteilenden Assemblies auch aus Konfigurations- und Metadaten zusammensetzt. Am meisten hat der Entwickler natürlich Spass an solchen Daten, wenn es dafür eine Konfigurationsoberfläche gibt. Und die gibt es tatsächlich!

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TFS 2010. Schädling oder Pfau?

200px-DoNotFeedTroll_svgVor kurzem wurde von einigen renommierten Softwareentwicklern und –architekten ein Blogpost von Derek Hammer via Twitter verbreitet, in dem Derek feststellt, dass sich der Team Foundation Server zerstörerisch auf unsere Entwicklungskapazitäten auswirkt.

Neben der generalisierten Aussage “TFS Sucks” geht Derek allerdings auch im Einzelnen auf die Standbeine des Microsoft ALM Werkzeuges ein: Version Control, Bug Tracking, Project Management, Build System und Integration.

Während ich einige seiner Kritikpunkt nachvollziehen kann, sehe ich andere wiederum eher kritisch. Mein Feedback auf Twitter, es handele sich hier um gefährliches Halbwissen zog entsprechend die Nachfrage von Ralf Westphal nach sich, ob ich argumentativ den TFS “gebührend zu einem Pfau der technischen Führerschaft und Offenheit” machen könne. Obwohl es nicht meine Absicht war, den Eindruck zu erwecken, es handele sich beim Team Foundation Server um einen Pfau (ganz gleich ob führend oder offen), habe ich natürlich nichts dagegen, dennoch einige Halbwahrheiten näher zu beleuchten.

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Evolvierbare Software. Geschlossen für Erweiterung, Offen für Veränderung?

Ralf philosophiert in seinem aktuellen Blog-Eintrag über sich entwickelnde Softwarestrukturen und versucht dabei eine Analogie zur Evolution im Speziellen und zur Natur im Allgemeinen aufzubauen. 

Während seine Gedanken in der Basis sicher richtig sind und sich daraus Vieles ableiten lässt, sollte dabei ein wichter Punkt nicht vergessen werden: Obwohl die Natur unzählbare Iterationen Zeit hatte, um sich in ihrer Vielfalt bis zu dem heutigen Stand zu entwickeln, gibt es dennoch immer wieder "Bugs" - und damit meine ich nicht diese kleinen possierlichen Tierchen, die einst in einem Großrechner ihr Unwesen trieben.

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Empfehlung: Mehr Porno, weniger Erotik in der Programmierung.

Ich habe lange mit mir gehadert, ob ich tatsächlich diese Überschrift wähle. Mir ist bereits beim Schreiben klar, dass ich die nächsten Wochen vermutlich mit dem Löschen von Spam-Kommentaren verbringen werde. Und das, obwohl der Titel nicht einmal von mir stammt. 

Auslöser ist ein Blogeintrag von Ralf Westphal. Ralf dürfte den meisten .NET Entwicklern bekannt sein als Visionär in Sachen Event Based Components, Philosoph und Querdenker. Seine regelmäßige Kolumne "Sandbox" in der Fachzeitschrift dotnetpro ist meist geprägt von Fragen über Sinn und Unsinn gehypter Technologien, danach, warum das Offensichtliche meist übersehen wird und Weltanschauungen, die zu lesen man einfach nicht verpassen darf. Häufig eckt Ralf mit seiner Meinung an und überrumpelt dabei den Rest der Community mit bewusst polarisierenden Vorstellungen.

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Das war sie. Die #dndc11

Das war sie nun also. Die erste DotNet DevCon.

Nachdem zu Beginn des Jahres bekannt wurde, dass der Herausgeber des Fachmagazins dotnetpro plant, eine neue Entwicklerkonferenz ins Leben zu rufen und neben der BASTA!, der prio, der ADC, der VSOne und einigen anderen eine neue Plattform zu etablieren, auf der Entwickler sich weiterbilden können, stand die Frage im Raum: Wozu?

Doch schnell wurde klar: Während viele Konferenzen auf State of the Art, Visionen und Zukunft ausgerichtet sind, wird nicht allzu selten vergessen, die Entwickler dort abzuholen, wo sie gerade sind und genau da anzusetzen. Um diese Idee nicht auf ein fachspezifisches Thema zu reduzieren, bot die DevCon nach einer entsprechenden Auswahlphase gleich vier verschiedene Tracks an und bereicherte diese mit den unterschiedlichsten Themen:

- Sprachen
- Architektur
- Sharepoint&Daten
- ALM/Produktion

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Von einer Konferenz zur nächsten...

...kann man ja eigentlich nicht sagen, denn mit der BASTA! Spring 2011 ist die letzte Konferenz schon eine Weile her. Interessant ist nun aber die Teilnahme an der dotnetpro DevCon in Nürnberg dieses Jahr, da TOP TECHNOLOGIES die Gelegenheit hat, das Thema VM Factory dem breiten Publikum dort persönlich vorzustellen.

Bereits in den Ausgaben 4 und 5 der dotnetpro wurden von uns dazu zwei Artikel veröffentlicht, die aufzeigen, wie ein Entwickler mit einfachen Mitteln die Installation eines Team Foundation Server 2010 voll durchautomatisieren kann. Basierend auf Trial Versionen der Produkte, die Microsoft kostenlos anbietet, und in Kombination mit Infrastrukturtools, die Microsoft ebenfalls kostenlos anbietet sogar sehr günstig.

Sobald man einmalig die Arbeit in den Aufbau eines solchen Systems gesteckt hat, geht das Produzieren eines virtualisierten TFS 2010 inkl. aller notwendigen Prerequisites auf Knopfdruck und setzt die eigene Anwesenheit nicht voraus. Kurzum: Man kommt schneller zum Ziel und hat mehr Zeit für das Wesentliche: Denn unter uns gesagt... die IT Infrastruktur ist i.d.R. nicht DAS Know-How Gebiet eines Softwareentwicklers.

Ich hoffe, das Publikum auf der DevCon wird seinen Spaß an dem Vortrag haben und neue Ideen mitnehmen können. In den nächsten Tagen werden wir hier auch die Präsentation selbst veröffentlichen.

BASTA! Spring 2011, das intellibook und MonoDevelop

In der Woche vom 21.02. bis zum 25.02.2011 findet die BASTA! Spring 2011 statt. Wer als Alumni schon einmal auf einer BASTA! Konferenz gewesen ist, hat die Chance auf ein "Gratis" intellibook, welches auf Basis der Ubuntu 10.10 Netbook Edition bereits mit der adobe Air Applikation intellibook betankt ist. Damit haben Abonnenten verschiedener Magazine des S&S Verlages (z.B. des dotnet Magazins) und auch BASTA! Besucher Zugriff auf die Unterlagen der BASTA! sowie (im Fall der Abonnenten) auf die elektronischen Ausgaben aller Artikel.

Was aber eigentlich interessant sein dürfte für Besucher der Sessions, die evtl. kein eigenes Notebook mitgebracht haben und sich nun fragen, was sie mit einem Netbook auf Linux-Basis in .NET Sessions anfangen sollen (außer zu twittern), dem sei gesagt: Mit MonoDevelop steht eine Entwicklungsumgebung ähnlich dem Visual Studio zur Verfügung, mit dem sich viele Demos nachvollziehen lassen.

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Kostenloses EBook: Programming Windows Phone 7

Eine mit Sicherheit spannende Informationen für alle, die den MSDN Newsletter nicht beziehen oder ihn ungelesen im Papierkorb verschwinden lassen:

Charles Petzold hat vor kurzem auf msdn.com sein neues Buch zur Programmierung von Windows Phone 7 komplett zur freien Verfügung kostenlos zum Download ins Netz gestellt. Es umfasst 24 Kapitel mit um und bei 1.000 Seiten und beschäftigt sich mit Themen wie:

  • Touch
  • Sensors
  • Bitmaps, Vector- / Rastergraphics
  • Silverlight, XNA
  • Databinding
  • Animations
  • und vieles mehr

 

Um das Team von Windows Phone 7 zu zitieren:

"Yes, Programming Windows Phone 7 is truly a free download, but for those readers who still love paper—as I certainly do—this book will also be available (for sale) divided into two fully-indexed print editions: Microsoft Silverlight Programming for Windows Phone 7 and Microsoft XNA Framework Programming for Windows Phone 7. [Note from Devon: we should have these ready for order in December 2010.]"

[Update] Folgende Tools sind unter Garantie spannend für alle Windows Phone 7 Entwickler

 

AccelKit - Mit Webcam und Augmented Reality den Beschleunigungssensor simulieren

MultiTouchVista - Mit zwei Mäusen Multitouch simulieren

GPS Simulator - Mit Bing Maps GPS Daten ans Windows Phone schicken

Über die Autoren

Christian Jacob ist Leiter des Geschäftsbereiches Softwarearchitektur und -entwicklung und zieht als Trainer im Kontext der .NET Entwicklung sowie ALM-Themen Projekte auf links.

Marcus Jacob fokussiert sich auf die Entwicklung von Office-Addins sowie Windows Phone Apps und gilt bei uns als der Bezwinger von Windows Installer Xml.

Martin Kratsch engagiert sich für das Thema Projektmanagement mit dem Team Foundation Server und bringt mit seinen Java- und iOS-Kenntnissen Farbe in unser ansonsten von .NET geprägtes Team.

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