Stubs und Shims. Microsoft Fakes erklärt.

Microsoft geht mit der Visual Studio 11 Beta im April auf eine Roadshow durch verschiedene Großstädte. Im Rahmen der Veranstaltung werden mehrere Quick-Hit Videos veröffentlicht, die die neuen Features kurz und knackig vorstellen.

Wer interessiert ist: Vielleicht gibt es noch Tickets (die Teilnahme ist kostenlos!).

Fakes ist natürlich auch dabei. Neben den Möglichkeiten einfacher Stubs werden in dem Video auch die sogenannten Shims vorgestellt. Der Clou bei dieser Möglichkeit: Visual Studio baut die Umleitungen in die eigenen Delegate während des Compiler-Laufes direkt in den MSIL Code ein. So kann auch Code isoliert werden, der z.B. auf statische Properties aus dem .NET Framework selbst zugreift. 

Das Quick-Hit Video mit einer Übersicht über Microsoft Fakes gibt es auf vimeo zu sehen unter http://vimeo.com/40860649.

Das Microsoft Fakes Isolation Framework ist ein Mocking Framework, das als neues Feature direkt in Visual Studio 11 Beta integriert wurde, um speziell im Kontext von Unit-Tests Abhängigkeiten durch Attrappen zu ersetzen und so zu simulieren. Dadurch wird der zu testende Code sauber isoliert und kann unabhängig von anderen Komponenten und variablen Daten getestet werden. Das Quick-Hit Video  zeigt im Detail, was das bedeutet und welche Möglichkeiten Fakes dazu bereithält.

Ein Maulwurf in Visual Studio 11: Das Microsoft Fakes Isolation Framework

Mittlerweile ist die Verfügbarkeit der Visual Studio 11 Beta hinreichend bekannt. Was aber die wenigsten wissen: Unter der Haube steckt noch einiges mehr, als Microsoft aktuell bewirbt. Und dazu gehört z.B. Microsoft Moles.

Pardon. Ich meine natürlich das Microsoft Fakes Isolation Framework. Noch nie davon gehört? Das ist kaum verwunderlich. Sucht man danach im Internet, trifft man aktuell höchstens auf zwei Referenzen. Zum einen die Landing Page auf Microsoft Research für Pex & Moles und zum anderen auf die vorläufige Hilfe zu Visual Studio 11 auf MSDN. Dass letztere kaum auffindbar ist, wenn nicht gezielt danach gesucht wird, leuchtet ein. Und da die Hilfe zum jetzigen Zeitpunkt weder vollständig noch korrekt ist, stellt TOP TECHNOLOGIES hiermit das Microsoft Fakes Isolation Framework kurz vor und demonstriert mit einer funktionierenden Solution, wie man damit jetzt schon umgehen kann.

Am Ende dieses Artikels gibt es eine Zip-Datei mit der Solution zum Herunterladen.

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Der Neue und das Windows Phone…

Verkaufsstart des neuen iPads, der ideale Moment um sich über etwas völlig anderes zu unterhalten!

profilbild_twitDer geneigte Leser dieses Blogs wird sofort merken: “Das ist ja gar nicht der Christian, der da schreibt!” Stimmt, ich bin der Marcus, ebenfalls Mitarbeiter der TOP TECHNOLOGIES CONSULTING GmbH im Bereich der Softwarearchitektur und -entwicklung und werde von nun an hier und da ein paar Beiträge beisteuern. Meine Themenschwerpunkte werde vermutlich in Richtung Windows Phone Development und Windows Installer XML gehen aber wie so oft sind Ziele dazu da, um angepasst zu werden. Lassen wir uns also gemeinsam überraschen, was alles kommen wird. 

 
Da bin ich doch vor 2 Wochen mit 2 Kollegen in Darmstadt auf der BASTA! Spring 2012 gewesen, um unter anderen einen sehr guten Windows Phone Workshop von Max Knor zu besuchen und treffe da natürlich auch wieder Dariusz Parys. Er trug an dem Abend ein Shirt mit dem “I love Windows Phone” Branding. Leider konnte er mir so ein Shirt nicht organisieren, dennoch hat es mich irgendwie inspiriert mit dem Thema Entwicklung für Windows Phone endlich einen entscheidenden Schritt voran zu kommen. Ich nutzte damit die Woche, um neben der Konferenz auch an meiner ersten App zu schreiben, die sich auch allmählich der Vollendung nähert. Weitere Informationen dazu in den nächsten Wochen.

Controls für die Welt

Eine vernünftige App Entwicklung bedarf natürlich auch einigen vernünftigen Controls und insbesondere einer vernünftigen Dokumentation, wie diese zu verwenden sind. Auf der Suche danach landet man für gewöhnlich beim “Silverlight for Windows Phone Toolkit”. Ohne dem Toolkit ist die Windows Phone Entwicklung gefühlt unmöglich, da die Control-Basisausstattung dem Kühlschrank eines Studenten entspricht: “Voller Hoffnung bald gefüllt zu werden”.

Um die dann aufkommende Frage zu beantworten, wie die Controls denn überhaupt eingesetzt werden, bietet sich das aktuellste – kostenlose – Ebook “Windows Phone Toolkit In Depth 2nd edition” von Boryana Miloshevska an. Das Buch versteht sich selbst als ein umfassendes Begleitwerk für jeden, der an Silverlight für Windows Phone Entwicklung interessiert ist und dafür das genannte Toolkit verwendet. Es werden sämtliche Controls in aller Tiefe beschrieben:

  • Was können sie
  • Wie werden sie eingebunden
  • Best Practices für die Verwendung
  • Beispielcode

...und alles for free! Wer ernsthaft Apps für Windows Phone entwickeln möchte, kommt um dieses Buch eigentlich gar nicht herum, mit Ausnahme er ist gewillt sich die Nächte mit Bing und Co. zu vertreiben, um sich das Wissen manuell anzueignen.

Wenn Metro draufsteht, sollte auch Metro drin sein!

Controls und das Wissen wie sie implementiert werden ist in der Windows Phone Welt aber nicht das Einzige was man braucht um Apps zu schreiben, die sich einfach gut anfühlen. Microsoft hat mit Windows Phone Metro eingeführt; für die Einen eine Richtlinie, die auf Jack Sparrow Art mal mehr oder weniger gut umgesetzt wird, für die Anderen beinahe schon ein Lebensgefühl.

Wer Metro sieht, weiß sofort dass es Metro ist, es besticht durch seine Leichtigkeit und Übersichtlichkeit. Man hört auch immer wieder, dass jetzt jeder hübsche Apps entwickeln kann, weil Metro dafür ganz von alleine sorgt, aber genau da wird Jack Sparrow zum Piraten, denn wer sich nicht an die Standards hält, hat ganz schnell eine App produziert, die eben doch gruselig aussieht. Metro-ähnlich aber irgendwie nicht so ganz.

Jeff Wilcox hat dafür einen Metro Designguide für Entwickler veröffentlicht, der wunderbar zusammenfasst woran man alles denken sollte, wenn seine App zum richtigen Metroversum gehören soll. Ich habe mich bei meiner App auch zunächst gefragt, warum die Texte eigentlich so weit links sind und nicht bündig dort, wo ich sie erwartet hätte. Muss ich etwa die Margins verändern? Nein! Einfach das Style Attribut des TextBlock Controls anpassen und auf “PhoneTextNormalStyle” setzen und schon ist der Text dort, wo er hin gehört. Jeff hat hier sehr viele Themen zusammengefasst und auf einer Seite veröffentlich, die sich auch prima ausdrucken lässt, was bei der offiziellen Microsoft Dokumentation aufgrund ihrer vielen Subpages eher aufwändig ist.

Zusammengefasst ...

...lässt sich also sagen, dass der ambitionierte Windows Phone Entwickler anfangen wird Spaß zu haben, wenn die ersten guten Rezensionen für seine App eingehen. Hält er sich an die Design Standards, dann wird dies alleine dadurch schon sehr schnell passieren. Alles was er somit braucht sind das Windows Phone Toolkit, das dazugehörige Ebook und der Metro Designguide – “Zum Mitnehmen bitte!”  ;-)

Visual Studio lautet die Frage.

42 lautet die Antwort. Das ist die Anzahl der Pixel, die Microsoft durch die UI-Verschlankung in der Höhe eingespart hat. 42 Pixel mehr, um zwei weitere Zeilen mit Code einblenden zu können. Vergessen wir allerdings einmal kurz diese zwei Zeilen und wenden uns der gesamtheitlichen Frage nach der Veränderung der UI zu.

[…] the cut, copy and paste toolbar commands have been removed since we know from our instrumentation data that the majority of developers use the keyboard shortcuts for these commands.

Instrumentation data ist hier das Stichwort. Microsoft macht nichts einfach so. Niemals. Icons werden nicht einfach verändert, weil es eine neue Doktrin gibt (auch wenn sie Metro heißt). Schaltflächen werden nicht einfach entfernt, weil irgendein Mitarbeiter meint, das wäre besser so.

For example, during usability studies with the new toolbar settings, many users have noticed the Navigate Forward and Backward buttons and have assumed that this was new functionality added to the product when in fact this capability has been in the product for a number of releases.

iconographyUsability studies. Instrumentation. Zu Deutsch: Microsoft fragt uns Entwickler. Sie sammeln Daten über unser Nutzungsverhalten (wenn wir das akzeptieren; und wer kennt den Toast, der einen nach der Installation des Visual Studio 2010 danach fragt, nicht?). Und nach der Analyse kommt die Feststellung: Die Icons sind zu bunt, die Linien und Gradienten zu auffällig, die Anzahl der Schaltflächen zu hoch und das führt dann halt dazu, dass die UI einer Schönheitskurz unterzogen werden muss.

Schönheit liegt dabei zwar im Auge des Betrachters, aber wenn jemand bei Microsoft so viel Humor hat, dass die Antwort auf alle diese Fragen 42 lautet, dann kann ich mich nur darauf mit einem Schmunzeln freuen. Und an alles andere werden wir uns mit der Zeit sowieso gewöhnen.

Im Visual Studio Blog gibt es eine enorm umfangreiche Übersicht über Änderungen und Verbesserungen, inkl. Screenshots und Erläuterungen zu den Hintergründen. Wer mehr wissen will, klickt hier.

Preview: Team Foundation as a Service

Dass Microsoft vorhat, den Team Foundation Server auch als Cloudservice anzubieten, ist erst einmal nichts Neues. Dass vor kurzem eine erste Preview veröffentlicht wurde, haben viele aber noch nicht bemerkt.

Unter http://www.tfspreview.com ist es nun möglich, sich für die Preview zu registrieren. Falls man einer der Glücklichen ist, der bereits über einen Invitation-Code verfügt, präsentiert sich nach Anlegen eines Team Projektes die Website wie folgt:image

Die Authentifikation führt gegenwärtig über eine Windows Live ID.

TIPP: Wer über mehrere Live IDs verfügt und Probleme damit hat, sich anzumelden, da die Website sich nicht davon überzeugen lässt, die ID zu wechseln, probiere einfach mal den InPrivate-Modus des Internet Explorers.

Von hier aus kann die URL zur TFS Instanz eingesehen, so wie neue Team Projekte angelegt werden. Der Rest dient eher dem Erlernen des Umgangs mit dem TFS, bietet eine Feedback-Möglichkeit und – ganz typisch einer Preview – einen Bereich zum Erstellen eines Invitation Codes, der sich fünf Mal verwenden lässt.

Drei Invitations stünden noch zur Verfügung. Wer also daran interessiert ist, schreibe einfach einen Kommentar. Ansonsten der Wink mit dem Zaunpfahl: In Kürze startet in Darmstadt die diesjährige BASTA! Spring. Christian Binder wird dort durch die ALM Days führen und sicherlich auch weitere Invitation Codes verteilen.

Custom Windows Forms Controls und die ToolBox. Spass beiseite...

Wer schon einmal ein eigenes Control entwickelt hat, kennt die Situation eventuell: Wie bekomme ich das Control sauber in die ToolBox?

Wer sogar in einem Team arbeitet fragt sich mitunter auch: Wie verteile ich meine Controls an mein Team?

Gleich vorweg: Dieser Blogpost behandelt das Problem, dass es mit dem Visual Studio 2010 SP1 SDK unmöglich erscheint, VSIX-Pakete mit ToolBox Controls für .NET 3.5 Projekte zu erstellen (oder besser: Projekte, die auf eine Runtime früher als .NET 4.0 setzen).1

Das Intro nimmt es bereits vorweg: Ein mögliches Werkzeug, um Controls zu verteilen, nennt sich VSIX. Dabei handelt es sich um ein Paketformat von Microsoft, das im Prinzip nichts weiter ist, als eine ZIP komprimierte Datei deren Inhalt sich neben den zu verteilenden Assemblies auch aus Konfigurations- und Metadaten zusammensetzt. Am meisten hat der Entwickler natürlich Spass an solchen Daten, wenn es dafür eine Konfigurationsoberfläche gibt. Und die gibt es tatsächlich!

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TFS 2010. Schädling oder Pfau?

200px-DoNotFeedTroll_svgVor kurzem wurde von einigen renommierten Softwareentwicklern und –architekten ein Blogpost von Derek Hammer via Twitter verbreitet, in dem Derek feststellt, dass sich der Team Foundation Server zerstörerisch auf unsere Entwicklungskapazitäten auswirkt.

Neben der generalisierten Aussage “TFS Sucks” geht Derek allerdings auch im Einzelnen auf die Standbeine des Microsoft ALM Werkzeuges ein: Version Control, Bug Tracking, Project Management, Build System und Integration.

Während ich einige seiner Kritikpunkt nachvollziehen kann, sehe ich andere wiederum eher kritisch. Mein Feedback auf Twitter, es handele sich hier um gefährliches Halbwissen zog entsprechend die Nachfrage von Ralf Westphal nach sich, ob ich argumentativ den TFS “gebührend zu einem Pfau der technischen Führerschaft und Offenheit” machen könne. Obwohl es nicht meine Absicht war, den Eindruck zu erwecken, es handele sich beim Team Foundation Server um einen Pfau (ganz gleich ob führend oder offen), habe ich natürlich nichts dagegen, dennoch einige Halbwahrheiten näher zu beleuchten.

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Evolvierbare Software. Geschlossen für Erweiterung, Offen für Veränderung?

Ralf philosophiert in seinem aktuellen Blog-Eintrag über sich entwickelnde Softwarestrukturen und versucht dabei eine Analogie zur Evolution im Speziellen und zur Natur im Allgemeinen aufzubauen. 

Während seine Gedanken in der Basis sicher richtig sind und sich daraus Vieles ableiten lässt, sollte dabei ein wichter Punkt nicht vergessen werden: Obwohl die Natur unzählbare Iterationen Zeit hatte, um sich in ihrer Vielfalt bis zu dem heutigen Stand zu entwickeln, gibt es dennoch immer wieder "Bugs" - und damit meine ich nicht diese kleinen possierlichen Tierchen, die einst in einem Großrechner ihr Unwesen trieben.

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Empfehlung: Mehr Porno, weniger Erotik in der Programmierung.

Ich habe lange mit mir gehadert, ob ich tatsächlich diese Überschrift wähle. Mir ist bereits beim Schreiben klar, dass ich die nächsten Wochen vermutlich mit dem Löschen von Spam-Kommentaren verbringen werde. Und das, obwohl der Titel nicht einmal von mir stammt. 

Auslöser ist ein Blogeintrag von Ralf Westphal. Ralf dürfte den meisten .NET Entwicklern bekannt sein als Visionär in Sachen Event Based Components, Philosoph und Querdenker. Seine regelmäßige Kolumne "Sandbox" in der Fachzeitschrift dotnetpro ist meist geprägt von Fragen über Sinn und Unsinn gehypter Technologien, danach, warum das Offensichtliche meist übersehen wird und Weltanschauungen, die zu lesen man einfach nicht verpassen darf. Häufig eckt Ralf mit seiner Meinung an und überrumpelt dabei den Rest der Community mit bewusst polarisierenden Vorstellungen.

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Das war sie. Die #dndc11

Das war sie nun also. Die erste DotNet DevCon.

Nachdem zu Beginn des Jahres bekannt wurde, dass der Herausgeber des Fachmagazins dotnetpro plant, eine neue Entwicklerkonferenz ins Leben zu rufen und neben der BASTA!, der prio, der ADC, der VSOne und einigen anderen eine neue Plattform zu etablieren, auf der Entwickler sich weiterbilden können, stand die Frage im Raum: Wozu?

Doch schnell wurde klar: Während viele Konferenzen auf State of the Art, Visionen und Zukunft ausgerichtet sind, wird nicht allzu selten vergessen, die Entwickler dort abzuholen, wo sie gerade sind und genau da anzusetzen. Um diese Idee nicht auf ein fachspezifisches Thema zu reduzieren, bot die DevCon nach einer entsprechenden Auswahlphase gleich vier verschiedene Tracks an und bereicherte diese mit den unterschiedlichsten Themen:

- Sprachen
- Architektur
- Sharepoint&Daten
- ALM/Produktion

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Über die Autoren

Christian Jacob ist Leiter des Geschäftsbereiches Softwarearchitektur und -entwicklung und zieht als Trainer im Kontext der .NET Entwicklung sowie ALM-Themen Projekte auf links.

Marcus Jacob fokussiert sich auf die Entwicklung von Office-Addins sowie Windows Phone Apps und gilt bei uns als der Bezwinger von Windows Installer Xml.

Martin Kratsch engagiert sich für das Thema Projektmanagement mit dem Team Foundation Server und bringt mit seinen Java- und iOS-Kenntnissen Farbe in unser ansonsten von .NET geprägtes Team.

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